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Montag, 27. Oktober 2008

Iris foetidissima - Stinkende Schwertlilie

"Ihre Blätter stinken ..."
... manche sagen nach faulem Fleisch. Und in England wird sie sogar als "Roastbeef-Pflanze" bezeichnet. Ich rieche an den Blüten und an den Blättern: nichts!
Ach so, man soll sie reiben ... Ja jetzt rieche ich was. Aber es ist nichts Abartiges daran. Die Blätter riechen nach geriebenen Holunderblätter - ich kann den "faulen Braten" nicht riechen.

"Ihre Blüten sind wenig auffallend, schmutzig lila"
So habe ich es zumindest in einem Bestimmungsbuch für Wildpflanzen gelesen.
"... aber ich bin mir ganz sicher, dass meine Pflanze eine Iris foetidissima ist! Und die Blüte meiner Pflanze, die im Juni erscheint, ist gelb, und von hübscher, graziler Gestalt! "
Im "Die Freiland Schmuckstauden" - Buch finde ich die Antwort. Dort steht, dass es Typen mit ansprechender Blütenfarbe gibt, gelb oder violett. Aha, da kommen wir der Sache schon näher. Außerdem steht da auch geschrieben, dass es eine 'Variegata' gibt, mit kräftig weiß-grünen Blättern. Und als Fan der Iris f. bin ich seit Sommer im Besitz einer solchen. Das Standardwerk der Stauden-Kunde empfiehlt aber auch, gerade diese Sorte im Winter besonders zu schützen. "Alles klar, wird gemacht!"

Koralleniris ...
nennt man sie mancherorts. Sieht man sich die orangen Samenperlen, die im Spätsommer reifen, an, muss man gar nichts mehr dazu sagen. Die farbenfrohen Kügelchen schmücken in der blütenarmen Winterzeit jeden Garten - ein fröhlicher Hingucker in der kargen Hecke.

Manchmal ist die Samenhülle gelb.
Ich habe aber noch einen Trumpf in der Tasche: Die Koralleniris ist ...

Wintergrün
Nicht nur, dass meine Pflanze den Garten im Winter mit ihren kräftig orangen Perlen schmückt - woher: ihre Blätter trotzen Schnee und Eis.
Es heißt, die Staude ist nur in mildem Klima uneingeschränkt winterhart. Also bei mir hat sie schon mal 20 Minusgrade überlebt! Allerdings sind ihre Blätter dann braun geworden. Na und! Ich habe sie zurückgeschnitten. Im Frühjahr sind sie wieder neu ausgetrieben. Überhaupt, sollten die Blätter mal unansehnlich werden: Rückschnitt!

Standort und Vermehrung
Die Samen der Iris f. sind sehr vital. In meinem Garten hat sie sich im Gehölzrand munter weitervermehrt. In den größeren Samenkapseln stecken rund 30 Körner, die ich gerne an euch weitergeben möchte. Schreibt mir einfach:
info...................at...............majorahn. de
(Adresse ohne Zwischenpunkte und Leertaste schreiben, statt "at" ein @)
Man kann sie jetzt noch ausbringen oder man legt sie jetzt oder im Frühjahr ab März in einen Blumentopf mit Aussaaterde. Dann entwickeln sich im nächsten Jahr schon kleine Pflänzchen.
Diese kann man dann in den Halbschatten oder Vollschatten pflanzen. Ich kann übrigens nicht bestätigen, dass die Pflanzen einen feuchten Standort brauchen. Sie wächst auch gut im Trockenen.
Ürsprünglich stammt diese Art von Schwertlilie aus dem Mittelmeerraum. Es ist deshalb zu empfehlen , sie an ein geschütztes Plätzchen zu pflanzen, sonst erfrieren ihre Blätter im Winter (siehe oben).

Winterschön
In meinem Staudenbuch (s.o.) steht geschrieben, dass die Fruchtkapsel ausgesprochen attraktiv und wertvoll für die Trockenbinderei ist.

Blumenstrauß mit Schwertlilien- und Bergenienblätter, Gräser, roten Cornuszweigen

Tolle Kombination: Christrosen und wintergrüne Schwertlilie.

Und damit beende ich meine Hymne über eine Pflanze, die ich in meinem Garten nicht mehr missen möchte.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Habe-mus Papa

Ihr lieben Gartenfreunde, ihr verzeiht mir doch, ich muss nochmal was über die kleinen Hunde erzählen:

unsere Welpen haben einen Papa! Ich wusste es doch!

Heute haben wir uns kennengelernt. Ich will es nicht zu spannend machen.

Parakalo:
"Sotos" von griechisch-belgischer Herkunft.
Überaus schlank und Beine wie Nadja Auermann ...

Wache, aufmerksame Augen ...
macht Kunststückchen:
er kann auf 3 Beinen stehen.
Sapperlot, das kann nicht mal unsere Aicha!

Sotos spielt gerne mit Kindern,
hat, laut Frauchen, ein prima soziales Gepräge
und sieht verdammt gut aus!
Kein Zweifel: die Erbmasse stimmt!

"Ob Aicha mich noch mag?",
Na ja, im Moment eher nicht!

Die Hundeflüsterin kann helfen: "Na also, es geht doch!"
- zumindest solange es noch Leckerlis aus der Hosentasche gibt!

Braves Hundchen!

Gute Hunde. Liebe Frauchen.

Sicherlich habt ihr längst erraten, wer von den Welpen dem Papa am meisten ähnelt!
Und wer ist es? Richtig es ist Jamie! Wie ihr kennt Jamie noch nicht????
Es ist Lona und sie heißt jetzt Jamie. Richtig, ihr habt es schon erraten: Jamie hat Adoptiveltern. Sie kommt zu meiner Schwester und ihrem Lebensgefährten. Jamie wird einen Stiefbruder bekommen: "Joker", eine schwarze ungarische Schäferhundwelpe. Mit Jamie und Joker wird's dann international. Aber das Beste: meine Schwester wohnt direkt um die Ecke.

Tja, so sind sie bald alle unter. Und das ist auch gut so, denn längst sind die goldigen Tierchen über den Tellerrand hinausgewachsen.

Samstag, 18. Oktober 2008

Immer noch Thema Nr. 1: Hundebabys

Seit meinem letzten ausführlichen Bericht über die Welpen sind 14 wundervolle Tage vergangen.
Vieles hat sich verändert. Z.B. haben die Kleinen jetzt Augen und Ohren geöffnet.
Die Rasselbande wird von Tag zu Tag munterer, sie spielen miteinander und sind Menschen gegenüber nicht mehr scheu. Aber der Reihe nach:

Die ganze Schar auf einem Haufen. Erkennt ihr sie? Nein? Dann stelle ich sie nochmal vor:

Berner
hat sich vom scheuen Rüden zum Frechdachs entwickelt. Er hat allen Grund sich zu freuen. Berner wurde inzwischen vermittelt.

Goldi
ist noch zu haben. Das heißt, ein Interessent war schon da. Mal sehen. Goldi ist gescheit. Sie und Lona haben sofort kapiert, wie man aus einem Napf frisst.

Jester
früher Watz. Immer noch der Liebling der Familie. Immer noch der Dickste, immer noch der Faulste. Jester wird in der Familie bleiben.
(wie Jester zu seinem Namen kam)

Lona
ist die Zierlichste geblieben, aber sie ist eine kleine "Naseweis". Kämpft sich immer zur Zitze durch und scheut auch nicht ein Kämpfchen mit den "Großen". Für Lona gibt es Interessenten. Eines weiß ich genaut: wenn sie uns verlassen wird, gibt es bittere Tränen. Es wird ein sehr schwarzer Tag für uns werden. Oft wünsche ich mir, wir könnten alle behalten.

Peppels
hieß früher Seide. Sie ist vermittelt. Ich grüße von hier aus Peppels neue Familie.
Peppels wird es einmal sehr gut haben! Ihre neue Familie und die Tatsache dass sie nicht weit von uns leben wird, wird den Abschied leichter machen.

Samt
Und das ist Samt. Inzwischen kann man Samt sehr gut von "Seide" unterscheiden. Zeig doch mal deine schöne braunen Stiefelchen, Samt! Samt ist noch zu haben.


Jester und Samt.

Zufüttern

Endlich hat es geklappt. Das Six-Pack hat verstanden wo es außerhalb der Mutter noch Fressen gibt. Zugegeben, noch artet das ganze in eine riesige Sauerei aus ...
... doch einen Teil der Panscherei beseitigen die Kleinen schon selbst ...


... und den Rest erledigt Aicha.
Und wer immer noch nicht satt ist, holt sich noch ein Mäulchen bei Muttern. Anschließen muss die "Bude" gereinigt werden. Also: husch husch ins Körbchen und Decken wechseln.
Und jetzt ist die "gute HundeStube" sauber genug für die allabendliche Verabschiedung vom Tag und der "Hummebabies"
Pauli, Nelli und die junge Hundeschar

Und dann schläft auch Jester wie ein Sack.

Auf zu neuen Abenteuern

Wenn man nicht aufpasst, klettern die Welpen auch schon mal aus der Wurfkiste. Das löst ein Winseln aus, denn die Kleinen können noch nicht alleine zurück. Noch sind die Welpen sehr an ihre Kiste gebunden.
Aber mit menschlicher Hilfe geht es auch mal in den Garten. Und da ist es nicht schlecht, wenn Mama ganz in der Nähe ist.
Und heute hat mich Jester in meinem Zimmer besucht.
Und wenn er wieder "zuhause" ist, sucht er sich gerne ein praktisches Plätzchen zum Übernachten. Denn wie heißt es in dem bekannten Narrenlied:
"Der schönste Platz ist immer in der Theke.
Ja in der Theke ist der schönste Platz."
Oder so ähnlich.

Samstag, 11. Oktober 2008

Sempervivum des Monats Oktober 2008 - ein Narr mit Herz

Auch für den Oktober habe ich mir wieder eine schöne Pflanze ausgesucht. Es ist kein Unbekannter - ich hatte "ihn" bereits in meinem allerersten Beitrag erwähnt:
Gay Jester
Was mir besonders an ihm gefällt ist ganz offensichtlich: Gay Jester ist ein Sempervivum mit viel Herz!
Gay Jester kann man wie folgt übersetzten:
Gay: heiter, lustig, vergnügt, fröhlich
Jester: Witzbold, Spaßvogel, Spaßmacher
Im Mittelalter war Jester ein Hofnarr, der bunte Kleider trug und auf dem Kopf eine Schellenkappe hatte - ähnlich wie unser Till Eulenspiegel.
Die Pflanze wurde 1976 von dem britischen Züchter David T. Ford eingeführt...
... und schmückt noch heute jeden Gartentisch.

Aber ich möchte noch etwas ganz "herziges" zeigen.
Es ist der kleine "Watz" - inzwischen schon der Liebling der Kinder. Ich glaube, wir werden ihn behalten. Und wenn es nach mir ginge, ich würde diesen kleinen Spaßmacher "Jester" nennen.

Samstag, 4. Oktober 2008

Die kleinen Unterschiede

Dieser Blog ist besonders für Mareike, Lisa und Lea. Für Rosarium und Svenja. Und für alle, die vielleicht einmal eines der Welpen adoptieren wollen.

Mittlerweile sind sie 10 Tage alt und allmählich kennt man die kleinen Unterschiede der Tierchen.
Sie haben noch keine endgültigen Namen, sie heißen so, wie sie aussehen.
Wenn man die 6 zusammen auf einem Haufen sieht, kann man sie schwer auseinander halten. Beginnen wir mit den beiden Braunen aus der Mitte.
Der dicke ist der Erstgeborene . Er ist soooo dick, deshalb heißt er Watz. Er ist der Sonnyboy. Ist immer der erste an der Quelle und holt sich, was er braucht. Ansonsten ist er sehr verschmust und schläft meistens.

Lona kam zum Schluß. Lona ist ein Weibchen und wiegt nur halb soviel wie Watz, entwickelt sich aber gut - ein bisschen langsamer, aber beständig, denn sie lässt sich nicht so leicht abwimmeln!
(oben Watz, unten Lona)
Der Name "Lona" hat sich Pauli, unsere Enkelin herausgesucht.
Das Foto unten zeigt Berner. Er ist genau so groß und schwer wie Watz. Ich glaube er sieht seiner Großmutter sehr ähnlich, die, wenn man dem Impfbuch glauben darf, eine Berner Sennhündin war.
Weiter zu Goldi. Goldi deshalb, weil unter ihrem schwarzen Fell "goldenes" Fell durchschimmert. Auf der Brust hat sie einen kleinen weißen Punkt.
Und dann ist da noch Samt (unten). Samt ist ein Weibchen. Ihr Fell ist schwarz und samtig weich und glänzend.
Und das ist Seide (unten). Samt und Seide sehen sich zum verwechseln ähnlich, aber Seide hat weiße Hinterpfötchen und Samt hat braune Vorderpfoten.
Beide Welpen haben eine weiße Blessen.
Und so sehen Samt und Seide von hinten aus. Im Nacken erkennt man schon das lockige Haar. Bestimmt bekommen beide einmal langhaariges Fell.
Samt und Seide zusammen.
Seide und Lona.

Und nun möchte ich noch eure Fragen vom letzten Blog beantworten.

1.) Also Arbeit machen die Kleinen noch nicht. 1 mal am Tag die Decken waschen, alles andere erledigt Aicha. Das heißt Aicha muss nun 2 mal statt einmal am Tag gefüttert werden. Aber die kleinen kosten viel Zeit - Zeit zum Kucken.
Ich denke, wenn sie größer und wilder werden, machen sie mehr Arbeit.

2.) Nein, der Vater ist kein Boxer. Ich kenne ihn immer noch nicht. Es soll ein brauner Rüde sein und die Größe von Aicha haben. Heute habe ich erfahren, dass er es schon öfter mit Aicha probiert haben soll. Es soll ja ein ganz hübscher sein, na ja ich werde ihn mal suchen gehen. Es heißt, er soll seinem "Erstgeborenem" sehr ähnlich sehen.