Samstag, 17. September 2016

Hallo Lieblingsgewürz

Mein Lieblingsgewürz heißt in diesem Jahr "Zhatar"- das ist eine Gewürzmischung aus Nordafrika. Traditionell wird sie mit Olivenöl gemischt und auf's Fladenbrot gestrichen. Sie wird aus Sesam und  speziellem dort einheimischen Thymian-, Oregano- und Majoranarten hergestellt. Die Mischung schmeckt aber auch prima mit Kräutern und Gewürzen aus dem eigenen Garten. Zu Thymian, Majoran und Oregano gesellen sich noch Koriandersamen und Chili.
Den Rest besorge ich mir bei uns auf dem Markt.


Majoran - ganz klar dass bei majoRahn diese Pflanze nicht fehlen darf! Früher gab's das Kraut bei mir nur als Einjähriges. Heute kaufe ich mir größere, bereits verholzte Pflanzen und wenn der Winter nicht allzu streng wird, überleben sie im Garten - Weinbauklima eben ...


Thymian liebt Wärme und einen trockenen Standort - am liebsten in Verbindung mit Steinen. Staunässe mag er gar nicht. Ich habe Tonscherben in den Boden eingearbeitet. Sie bieten der Pflanze was sie braucht.


Oregano ist im Garten unproblematisch. Auch diese weißblühende griechische  Art:

Origanum heracleoticum

Für das Gewürz eignen sich frische und getrocknete Kräuter. Wenn ich frische Kräuter wähle, bereite ich nur kleine Portionen zu, die innerhalb von 2 Wochen aufbrauche. Überhaupt ist es viel besser, immer nur kleine Portionen zu mischen - weil dann das Aroma am besten ist.


Und hier das Gewürz nach Art von majoRahn

Zhatar

Zutaten 1:
2 TL Thymian, 1 TLMajoran, 1 TL Oregano
Zutaten 2:
2 EL Sesamkörner, 1 TL Korianderkörner
In einer Pfanne ohne Fett rösten.
Zutaten 3:
1/4 TL Kreuzkümmelpulver, 1/2 TL Sumach* (kann auch weggelassen werden), 1 getrocknete Chilischote (nach Bedarf), 1/2 TL grobes Meersalz

Alle Zutaten fein mixen.
Schmeckt zu Gemüse, vor allem Ofengemüse, mit Olivenöl zu Brotaufstrich u.v.m.

Zum Schluss noch ein leckeres Rezept:

Rote Beete Salat an Kräutern mit Würz-Walnüssen

Zutaten 1:
1kg Rote Beete, roh oder gekocht, Saft von 2 Zitronen, Olivenöl nach Bedarf, Pfeffer und Salz. 
Rohe Rote Beete in Stifte schneiden. Gekochte Rote Beete in Scheiben. Mit den restlichen Zutaten eine Salatsoße anrühren, über die Rote Beete geben und ziehen lassen.

Zutaten 2:
1 Bund glatte Petersilie, 1 Bund Basilikum, 1 Bund Schnittlauch
grob hacken.

Zutaten 3:
50 g Walnüsse, 1 EL Honig, 2 TL Zhatar
Walnüsse hacken und in einer Pfanne ohne Fett anbraten. Mit Honig ablöschen, von der Herdplatte nehmen und mit Zhatar würzen. 

Rote Beete Salat auf einem großen Teller anrichten. Kräuter drumherum legen. Mit gewürzten Walnüsse bestreuen.


Probiert es mal aus ... es schmeckt köstlich!

*Sumach ist ein dunkles säuerlich schmeckendes Gewürz, das aus der Rinde einer Essigbaumart hergestellt wird. Ersatzweise kann man auch Tamarinde nehmen. 

Mittwoch, 7. September 2016

Tag des offenen Gartens am 11.09.2016



Haddu Zünsler?“
„Ja wir haben Zünsler – gehabt, jetzt nicht mehr.
Und Buchs haben wir auch nicht mehr.
Aber wir finden: Unser Garten ist trotzdem noch schön!“

Wenn ihr Euch mal unseren buchslosen Garten anschauen wollt, dann besucht uns doch am
Sonntag, 11. September von 10 bis 18 Uhr.
Wir haben uns gut vorbereitet. Es gibt:

Bauernsuppe nach Art der Toskana
Zwiebelkuchen und Federweißer
Herbstliche Obst-Streuselkuchen
Kaffee und kalte Getränke
 
Um 13.30 und um 15.30 Uhr gibt es eine Führung durch den Garten zum Rheinhessen-Quadrat, in dem es Neues aus dem Jahr 1816 gibt und selbstverständlich auch ein kleines Schmankerl aus dieser Zeit.  

Und wie immer stehen jede Menge schöne Semperviven (Dachwurzen) und allerlei Steingartenpflanzen für Sie/Euch aus der majoRahn’schen Gärtnerei bereit.

Herzliche Einladung
Familie Rahn und das Offener-Garten-Team

Die Tage der offenen Gärten und Höfe sind eine Initiative der Gartenführer in Rheinhessen.
Eintritt pro Person und Garten 1 Euro
Weitere offene Gärten unter www.offene-gaerten-rheinhessen.de





Sonntag, 4. September 2016

Pflanzen am Wegesrand oder Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Neulich war ich wieder mal mit meinem gelben Fahrrad unterwegs und da sah ich sie:


Ihr kennt sie sicher, es ist die Blume, die nach einer Sage am Wegesrand auf die Rückkehr ihres Geliebten wartet - die Wegwarte.

Chiccoria intybus - die Wegwarte

Und da fiel mir ein Bild aus meinem Garten ein, das ich schonmal im Blog gepostet habe.


Vielleicht fragt ihr euch: Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?

*** 

Letztes Jahr war ich in einem Bauerngartenmuseum und da sah ich sie:


Nanu, dachte ich, was hat denn die Wegwarte im Gemüsebeet zu suchen.
Da fand ich am Boden dieses Schild:


"Die Wegwarte und der Endiviensalat sind Geschwister ... ? Und sie sehen sich sooo ähnlich ...? Das ist ja verblüffend!"

Würdet ihr sie erkennen? Wer von den beiden ist denn nun die Blüte der Wegwarte und die Blüte vom Endiviensalat?



Genug nachgedacht, ich muss weiter - denn sie wartet am Wegrand:


Meine Schwester
Wir wollen noch zusammen ins nächste Dorf zum Kaffeetrinken radeln.

Und nochwas: 
Was der Endivensalat in meinem Rheinhessenquarat zu suchen hat, das erzähl ich Euch am kommenden Sonntag, wenn es wieder heißt: 

Tag der offenen Gärten in Rheinhessen, von 10-18 Uhr.
Denn da ist unser Garten wieder für Euch geöffnet. 

Mehr Infos:

Donnerstag, 25. August 2016

Pfirsische bekommen


Pfirsische bekommen.


Marmelade gekocht.
Kerne gepflanzt.

***
Ein Jahr später:

Nächstes Jahr:
Vielleicht erste eigene Ernte


Staunen
So einfach geht das!

Dienstag, 9. August 2016

Pflanzen am Wegesrand oder die Sache mit dem Namen


Sommerlicher Blick vom "Amiche" über Selzen bis zum Petersberg/Gau-Odernheim

Neulich war ich unterwegs auf dem "Amichen". Das Amiche ist ein Radweg in Rheinhessen. Bis 1989 fuhren hier noch Züge von Alzey nach Mainz. Dann wurden die Gleise abgebaut, der Weg geteert und für Zweiräder freigegeben. Woher der Name Amiche kommt ist nicht ganz klar, aber man sagt, hier sei sehr oft eine Frau namens Annemarie mit der Bahn unterwegs gewesen. Hm, na ja ... aber basst! Schließlich bin ich dort oft mit dem Rad unterwegs und heiße auch Annemarie.

Übrigens: Das Amiche ist sogar bei Wikipedia

Aber ich wollte ja was ganz anderes erzählen:

Auf dem Amiche fiel mir am Wegesrand wieder eine schöne "Straßenborder" auf. Dort wuchsen dicht beieinander viele Taubenkropfleimkraut-Pflanzen.


Leider war die Blüterzeit schon fast vorbei. Schade, denn besonders nachst verströmen diese einen wunderbaren Duft, der die Nachtfalter anlocken soll. Trotzdem sah die Border immer noch schön aus: wegen der aufgeblasenen "Taubenkröpfen".





Botanisch heißt das Taubenkropfleimkraut Silene vulgaris. Und wenn wir schon bei Namen sind: Silene kommt von Silenos. Und Silenos war ein ein Wegbegleiter von  Bacchus, der in der griechischen Mythologie auch unter dem Namen Dionysos bekannt ist. Mehr noch: Silenos war der Lehrer von Bacchus. Und von beiden ist bekannt dass sie gerne mal einen über den Durst hoben.

Der alte Silenos musste oft als Motiv bei den "Alten Meistern" herhalten. Die haben ihn gerne als betrunkenen dicken, alten Mann mit "Riesenplautze"dargestellt.
Ist sie etwa der Namensbezug zu unserer schönen anmutigen Silene? Hat der Namensgeber den "dicken Wanst" mit den aufgeblasenen Kelchröhren des Taubenkropfleimkrautes verglichen? Wir wissen es nicht!

Mir ist dann der Vergleich  mit dem Taubenkropf lieber: der satte dicke Kropf einer weißen Taube.