Freitag, 30. März 2018

Rheinhessen ist schön!

Im Garten blühen längst die ersten Blumen aber draußen lässt der Frühling noch auf sich warten. Auf meinem Spaziergang durch den Hahnheimer Bruch habe ich aber die ersten Frühlingsboten entdeckt. 

Ein paar Eindrücke von meinem stillen Spaziergang - in Begleitung von Balu und Lola.















Ja, auch im Regen kann es draußen sehr schön sein.

Sonntag, 18. März 2018

Das vernetzte Osterei

Neulich habe ich in einer Zeitung (Landlust) eine schöne Anregung zum Ostereierfärben entdeckt. Sie erschien mir so einfach, dass ich mich mit meinen Enkeln einfach ans Werk gemacht habe, ohne es vorher mal auszuprobieren - quasi: ohne Netz und doppeltem Boden.

Na ja, stimmt nicht ganz - ein Netz hatten wir schon 😏

Und das haben wir benötigt:
Ausgeblasene Eier
Eierfarben zum Kaltfärben
Gemüse- oder Obstnetze
Schere
Bindfaden
pro Farbe 2 EL Essig
und Geschirr zum Färben




Zunächst wurden die Eier vernetzt und zusammengebunden. Dann kamen sie für ca. 10 Minuten ins angerührte Kaltfarbbad.
Und dann wurde es spannend. Ist's was geworden oder nicht?????


Hurra, es ist was geworden. Na ja manche Netze wurden einfach nicht fest genug zusammengezogen, da fehlt die feine Maserung. Aber das macht ja nichts. Sieht trotzdem gut aus. Oder?


Wie ihr seht haben wir noch ein bisschen weiter geschafft. Zuerst wurden die Eier mit Salatöl eingerieben und dann auf einen Draht gefädelt. Der wurde oben zum Kranz gedreht. Zwischen die Eier kamen noch bunte Bänder. 
Die Mädchen sind soooo stolz auf ihr Werk!

Und der nächste bitte:



Einige Eier haben wir auf Holzspießchen gesetzt und mit Bändchen, Federn und Bohnen (statt Perlen) verziert.
Sie warten darauf, dass sie in die Frühlingsblumen dürfen. Aber jetzt ist es ja erstmal wieder kalt geworden ...






Übrigens: Melanie von Garten Augenblicke hat das auch mal mit ihren Söhnen ausprobiert. Ich finde ihnen ist das sehr gut gelungen!

Sonntag, 11. Februar 2018

Ein heißes Blech

Im letzten Herbst habe ich ich bei Becky's Diner an einem Kochevent teilgenomment. Es ging dabei um Herbstgerichte. Becky winkte mit tollen Preisen, alles Bücher, die mir gut gefallen hätten  ... eines aber ein bisschen mehr. Und genau das habe ich gewonnen.

Das Buch:


Nun, ist es ist ja nicht so, dass ich nicht genügend Kochbücher hätte oder noch nie was vom Kochen auf dem heißen Blech gehört hätte, aber ab und zu braucht's einfach mal wieder neue Inspirationen.

Also habe ich im Buch geblättert, im Kühl- und Vorratsschrank nachgeschaut ... und zack, da stand der Menueplan für den Abend  fest.

Und das kam auf's Blech:😋

Das Rezept habe ich minimal abgeändert und habe das genommen, was vorrätig war.

Schnell war das Abendessen vorbereitet 
und dank hoher Temperaturen war es auch blitzschnell fertig.


Pizza mit Paprika, Roter Zwiebel und Feta


Pizza mit Mozarella, Pilzen und Winterkräuterpesto

20 Minuten später


Das ging ruckzuck und hat prima geschmeckt. Aus dem Rest des Gemüses habe ich einen Salat gemacht. Und der Betrieb rund ums Spülbecken hielt sich an diesem Abend auch in Grenzen!
Volle Punktzahl!

Na ja, nun kann man ja sagen: Pizza? ... easy - nichts neues! Zumindest habe ich gelernt, dass sich Pizza auch gut mit Blätterteig zubereiten lässt und dass Zwiebeln auf der Pizza hervorragend schmecken, wenn sie vorher mariniert werden. Außerdem: ein abwechslungsreiches Essen mit wenig Aufwand für 2 Personen.
Also: Daumen hoch!

Ich wollte noch mehr ausprobieren. Im Gefrierschrank lagen noch Rindswürste. Ich habe mich gefragt ob die Wurst auch schmeckt, wenn sie einfach auf dem Backblech erhitzt wird? Ich habe im Buch ein passendes Rezept gefunden, es mit unseren Vorräten und Vorlieben abgestimmt und nachgekocht. Das ist dabei herausgekommen:



Das Rezept:

Megalecker und die Würste auf dem Punkt!

Inzwischen fühle ich mich in der "Blechküche" fast wie zuhause und habe schon meine eigene Kompositionen kreirt. Es macht einfach Spaß auf diese Art zu kochen und ich freu mich schon darauf, noch einiges auszuprobieren.

Zum Schluss noch ein Gericht aus dem Buch, das Becky auch schon nachgekocht hat. Es heißt:

Hash Brown mit Spiegelei

Man könnte auch sagen: Ei in Kartoffeln und Gemüse😉.
Aber Becky hat es besser erklärt. Zum Rezept kommt ihr hier: Hash Brown in Becky's Blog. Ich habe statt Rosenkohl einen Rest Wirsing genommen. Es ist schon erstaunlich, dass Wirsing auf dem Blech so lecker schmeckt! Man muss ihn nicht mal blanchieren oder in der Pfanne anbraten muss. Einfach nur waschen, klein schneiden, mit Kartoffeln, Öl und Gewürzen vermengen und - ab auf's Blech. Toll!
Und hier mein Wirsing Hash Brown:

Wirsing, Kartoffeln und Ei -
dazu eine selbstgemachten Chili Soße mit eingefrorenen Chilis aus dem Garten.

Aber dieses Rezept verrate ich ein andermal.


Samstag, 27. Januar 2018

Was so alles in Pappelknospen steckt ...

Versuchsküche - zur Entstehung meines Artikels

" Der Mikrokosmos der Knospen"
Wochenendausgabe: Garten & Zuhause vom 27.1.2018

Der Sturm hat wieder eine Menge Äste von den Pappeln gerissen.


Einige davon habe ich mit nachhause genommen und die Knospen geerntet und ein paar davon in Öl eingelegt.


Nach zwei Wochen war das Pappel-Auszugsöl fertig. Es wurde gefiltert und mit Bienenwachs erhitzt.


Mit Hilfe einer Wäscheklammer habe ich einen Docht in Gläser und Becher gehängt. Nur noch die Bienenwachs-Öl-Mischung einfüllen, abkühlen lassen und fertig ist die wunderbare Massagekerze

 "Papperlapapp".


Wenn sie angezündet wird, wird das Fett weich.
Ich gieße es vorsichtig in die Hand und massiere mir damit die Haut. Pappelknospen - so heißt es - haben eine wundheilende Wirkung und der Ölauszug hilft bei rheumatischen Beschwerden, Muskel und Nervenschmerzen. Mir tut die Salbe gut auf meiner wintertrockenen Haut und meine Gelenke freuen sich über die Sonderbehandlung.

Und so wird's gemacht:
Pappelauszugsöl: 3 EL Pappelknospen, 3 EL Olivenöl in ein Glas und 2 Wochen an einem warmen Platz stehen lassen. Dann filtern.

Massagekerze:
300 ml Pappelauszugsöl, 50g Bienenwachs, bei Bedarf etwas Aromaöl, z.B. Rosmarin.
Öl auf 60°C erhitzen. Bienenwachs dazu und die Temperatur 20 Minuten auf 60° erhalten. Ab und zu umrühren. Von der Herdplatte ziehen, Aromaöl zugeben und wie oben beschrieben in Behälter gießen.

 ***

Die Knospen, die ich noch übrig hatte, habe ich am Ofen getrocknet und dann in der Küchenmaschine fein gemahlen. Daraus mache ich Tee, oder würze damit Teig oder Brotaufstriche.
Viele neue Ideen habe ich durch ein Buch bekommen, das ich mir neulich gekauft habe. Es heißt:

Bäume in Küche und Heilkunde, von Karin Greiner.
Mehr über das sehr empfehlenswerte Buch könnt ihr hier nachlesen

Aus diesem Buch habe ich die Anregung bekommen, mal einen Pappelgewürz-Sirup herzustellen. Ich habe einige Zutaten von dem Original-Rezept ausgetauscht, weil ich noch was in meinem Vorratsschrank hatte, von dem ich dachte, dass könnte auch passen:


Die Zutaten kamen alle in einen Topf und wurden ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze gekocht. Heraus kamen 300ml wunderbarer
"Pappeldattelsirup"

Köstlich mit griechischem Joghurt und gemahlenen Pistazien.


Aber auch nicht schlecht  im Sekt mit 3 Scheiben Kumquats. Ich nenne den Aperitif:

"Pappela"

Was ich vom Sirup herausgesiebt habe, war mir eigentlich zu schade zum Wegwerfen. Also habe ich daraus Kugeln geformt und sie in gemahlenen Pistazienkerne gewälzt. Das feine Früchtebrot hat noch keinen Namen. Fällt euch was passendes ein?


 Wie gefällt euch denn meine neue Pappelkollektion?


Sonntag, 14. Januar 2018

Weinjahrgang 2018 - ein Anfang ist gemacht


Spaziergang in die Wein-Berge. Tiefhängende Wolken, verkünden Regen. Es ist still und es scheint, als wäre keine Menschenseele außer mir und unserem Hund unterwegs.


Bald vernehme ich ein Zirren und Peng, Zirren und Peng ...
Die Rebenschneider sind bereits wieder am Werk.

 

Im Draht hängen lange Reben vom letzten Jahr.
Ich darf mir ein paar rausziehen und beginne einen Kranz zu winden.


Mancher Winzer hat bereits ganze Arbeit geleistet: die alten Reben sind geschnitten und wurden bereits aus dem Draht gezogen. Was übrigblieb wurde sogar schon in Form gebogen. Der neue Wein kann wieder heranwachsen. Der Anfang ist gemacht!

Balu und ich spazieren weiter, bis wir die Spitze des Berges erreichen.

Dort oben befestigen Trockenmauern den Hang.


Auf den Steinen haben sich im Laufe von ein paar Jahren kleine Welten angesiedelt. Im Sommer trocknen sie aus, aber jetzt im Winter erwachen sie wieder zum Leben:
Miniaturlandschaften aus Moos.




Es wird dunkler und es beginnt zu tröpfeln - es wird Zeit, dass wir uns auf den Heimweg machen.


Am Abend sitze ich vor meinem fertigen Kranz und frage mich:
wie schmeckt eigentlich der Wein aus dem Jahr 2017, der an den Reben meines Kranzes herangewachsen ist? Ich werde es demnächst wohl mal ausprobieren müssen.



Liebe Schwester, wollen wir das nicht zusammen machen?  😋

Rheinhessen ist schön!

Im Garten blühen längst die ersten Blumen aber draußen lässt der Frühling noch auf sich warten. Auf meinem Spaziergang durch den Hahnheimer ...