Montag, 25. Mai 2015

Meine Täubchen

In meinem Garten blühen zur Zeit tausende von Tauben.

Jawohl, ganz richtig gelesen: Tauben, auf Lateinisch Columba, auf englisch Columbine und bei uns: Akelei.

Inzwischen treten sie in Riesenschwärmen auf und ich lasse sie gewären. Diese Columbinen richten  keine Schäden an.


In Bayern gibt es einen anderen Volksnamen für die schöne Blumen. Dort heißen sie:
"Fünf Vögerl zsamm". Und tatsächlich - mit etwas Fantasie sieht man in jeder Blüte fünf miteinander tuschenlnde Täubchen.


Eines weiß ich ganz genau: die habe ich nicht alle gepflanzt. Und schon gar nicht all die vielen schönen Farben und Formen!

Akeleien vermischen sich wild miteinander. Jede mit jedem - ganz egal! Und die Nachkommen sorgen immer wieder für Überraschungen.



Akeleien machen es ihren Bestäubern nicht gerade leicht. Sie verstecken den süßen Nektar ganz oben in den langen Spornen. Man braucht schon einen langen Rüssel um an ihn heranzukommen. Aber manche Insekten sind nicht dumm. Sie beißen den Sporn von außen an und nehmen sich, was sie brauchen.

Oben: im Sporn rechts außen: ein Loch. Da war wohl ein Nektardieb am Werk.

Sooo viele schöne Formen und Farben!



 Huhuuuuu






Bald schon wird die Blütenpracht zu Ende sein - die ersten Samenkapseln sind schon freigelegt. Ich schneide die blau blühenden Kapseln rechtzeitig heraus, damit sie sich nicht aussäen. Mein Ziel in diesem Jahr: es sollen sich nur noch die hellen vermehren.


Mit den Samenkapseln und unreifen Früchten lassen sich schöne Gebinde herstellen.


Ich wünsche allen eine schöne Woche. Anne majoRahn






Kommentare:

Hexenrosengarten hat gesagt…

Hallo liebe Anne,
deine Akeleien sehen zauberhaft aus, hauptsächlich die gefüllten, hellen gefallen mir gut. Meine sind hauptsächlich lila und rosa.
Und dass man aus den herausgeschnittenen, halbreifen Samenständen noch so etwas schönes zaubern kann !
Rosige Grüße und noch einen schönen Pfingstmontag!
Christine aus dem Hexenrosengarten!

SchneiderHein hat gesagt…

Tja, so unterschiedlich sind die Gartenvorstellungen, liebe Anne, denn ich schneide die rosa und weinroten Akeleien rechtzeitig für die Vase auf dem Südhof raus, um im Laufe der Jahre möglichst nur blau-violette und weiß-violette Varianten hinten im Garten zu haben. Aber im Vergleich zu den rötlichen Varianten brauchen die dunklen Töne schon ziemlich viel Licht, um in schattigen Ecken auf sich aufmerksam zu machen. Da sollte ich wohl zukünftig wieder mehr Versuche mit weißen Blüten starten, um zumindest etwas mehr Vielfalt zu bekommen. Aber an Deinen Variantenreichtum komme ich wohl nie heran ...
VG Silke

Lis hat gesagt…

Bei mir schwirren auch jede Menge Täubchen durch den Garten und ab und zu sitzen sogar mal ein paar lebende Vertreter im Ahorn und gurren vor sich hin. Das sind aber überwiegend Wildtauben, von denen gibt es hier entsetzlich viele und dementsprechend verschi**en ist auch unsere Sitzgelegenheit unter diesem Baum!
Nächstes Jahr möchte ich im Gegensatz zu dir mehr blaue Akeleien haben, hier überwiegt nämlich die Farbe rosa! :-)

LG Lis

MarieSophie hat gesagt…

Jetzt habe ich wieder etwas Neues gelernt. Die Täubchen habe ich so noch nicht gesehen. Schön wie die fünf miteinander schnäbeln. Auch in meinem Garten gibt es momentan ganze Scharen von den Täubchen.
Grüße von Marie

Hillside Garden hat gesagt…

Ich schneid sie auch ab - aber helle hab ich leider gar keine. Schön sind sie, eigentlich hab ich gar nicht zuuu viele. Am Wochenende hab ich eine weiße gesehen (blog), die mir auch gefallen würde!

Al

Barbara hat gesagt…

So schön deine Vielfalt an Akeleien. Bei mir dürfen sie auch stehen bleiben, immer in der Hoffnung dass neue Farbmischungen entstehen. Nur leider gibt es im Moment nur die blauen in verschiedenen Variationen und dunkelrosafarbene. Vielleicht sollte ich wieder mal ein Päckchen neuen Samen in anderen Farben ausstreuen....
Herzliche Grüsse in deine Richtung,
Barbara

Beliebte Posts