Freitag, 26. April 2013

Frühling im Steingarten

Der kleine Steingarten ist nur ca. 2-3 m² groß
und doch triftt sich dort die ganze Welt zum Stelldichein der Blüten.


Am Fuss des Steingartens hat sich eines der zahlreichen Grönlandveilchen ausgesät und
besticht zwar nicht mit Duft, aber mit schönen Blüten.


Ebenfalls aus dem Norden (Norwegen, Tibet, Himalaya) kommt das nördliche Mannschild
Androsace septendrionalis.
Es heißt, die Pflanze wäre in Mitteleuropa sehr selten.
Wenn man ihr jedoch den lebensnotwendigen Raum im Garten lässt, sät sich die Zweijährige willig aus.

Nordisches Mannschild und Zwerggrasnelke

Ursprünglich aus Spanien kommend, hat die Zwerggrasnelke (Ameria juniperifolia)  ein Plätzchen im Stein-Hochbeet gefunden -
der aus dem Hohen Norden und die Südländerin in harmonischer "Zweisamkeit".

 Iris suaveolens

Aus der Türkei kommt die kleine frühblühende Schwertlilie- Iris suaveolens (Syn. Iris melitta).
Sie wird gerade mal 10 cm hoch und behauptet ihren Platz zwischen dem
nordischen Mannschild und Sempervivumtrögen.

Ebenfalls aus dem Tibet kommt der Zwergige Mannschild - Andosace sempervivoides ...

 mit roter oder gelber Blütenmitte

Ich behaupte mal: jeder kennt die folgende Pflanze:
 Aubrieta oder Blaukissen

Ursprünglich war sie im Mittelmeerraum zuhause - heute kommt kaum eine Steinmauer ohne sie aus.

Keine unbekannte ist auch die Gänsekresse.
Wenn man dem Namen glauben darf, kommt sie aus dem Kaukasus
Arabis caucasica

Bei genauerem Betrachten sieht man, dass sich aus der Mitte der Blüte eine zweite entwickelt hat:
Arabis caucasica 'Plena' oder die gefüllte Gänsekresse.
Die Dauer der Blüte ist beachtlich und beachtlich sind auch die Blumensträußchen,
die man mit dieser Staude binden kann.
 
Im kleinen Steingarten gibt es nicht nur Vetreter der "alten" Welt.
Auch Gäste aus Amerika fühlen sich pudelwohl.
 
Ipheion uniflorum - Frühlingssternchen
Das Lauchgewächs kommt ursprünglich aus Argentinien und mit den hübschen Sternchen 
lässt sich jeder Frühlingssalat aufpeppen.

Mit Veilchen aus Grönland hat die Weltreise begonnen und mit
Veilchen aus Nordamerika endet sie.
Weiße und gesprenkelte Veilchen, die sich am Fuße breitgemacht haben.


Viola sororia oder Pfingstveilchen.
Wenn ich an Pfingsten meinen Garten öffne, werden sie wohl nicht mehr blühen.
Aber ich bin mir sicher, dass eine Menge anderer Blumen aus aller Welt ihre Blüten öffen.



***

Übrigens: für alle, die die Semperecke vom April 2013 noch nicht kennen,
dürfen gerne hier reinschauen:

***

Eine gute Zeit wünscht Anne majoRahn


Kommentare:

Akaleia hat gesagt…

Wunderschön, liebe Anne, diese kleinen allzu zarten Vertreter der globalen Pflanzenwelt. Herrlich!
HG
Birgit

stadtgarten hat gesagt…

Wunderschön, Dein internationaler Steingarten!
Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende, liebe Grüße,Moni

SchneiderHein hat gesagt…

Ach ja, die beiden Veilchen kenne ich noch aus früheren Tagen. Und eine etwas andere immergrüne Gänsekresse erfreute mich früher auch an den Beeträndern. Leider alles beliebtes Schneckenfutter :-(

Aber mit Deinem Steingarten bringst Du mich auf eine gute Idee: Ich habe zwar Kornblumen- und Vergissmeinnicht-Saat für den Totholzstreifen am Haussockel auf dem Südhof gekauft, aber bisher habe ich noch nicht daran gedacht, dass sich dort auch solche Pflanzen in den teilweise mit Erde gefüllten Lücken wohl fühlen könnten. Vielleicht habe ich ja nun doch eine Chance mich irgendwann mal wieder real und nicht nur virtuell daran zu erfreuen!
Denn der Weg zu Deinem Garten ist uns im Moment wegen unserer diabetischen Katze leider zu weit ...
Liebe Grüße
Silke

Wildes Gartenglück hat gesagt…

einfach herrlich so ein Steingarten, man glaubt nicht wie viel Vielfalt darin entsteht.
ich habe mittlerweile den 2. angelegt.
Tolle Bilder.

LG Alex

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