"Erste März, Mädsche binn die Scherz!"
Früher trugen die Frauen bei der Arbeit Schürzen (auf rheinhessisch: Scherz).
Als ich noch klein war, trug ich auch immer eine, außer sonntags.
Weil im März wieder die Arbeit auf dem Feld und im Garten begann, war der 1. März "Schürzentag". Junge "Schürzenjäger" schlichen sich von hinten an und zogen den Mädchen die Schürzen-Schleifen auf. Dabei triumphierten sie:
"Erste März, Mädsche binn die Scherz!" Ich weiß noch, dass ich an diesem Tag mehrmals meine Schürze wieder zubinden musste.
In wenigen Tagen geht die Fassennacht in die entscheidende Phase. Jetzt haben Umzüge, Maskenbälle und Sitzungen Hochkonjunktur. Und auch der Kreppelkaffee kommt dabei nicht zu kurz.
Ein "Kreppel" ist ein Fettgebäck mit viel Zucker drumherum und einem "Schuß" Gelee innendrin. Kreppel gibt es bei uns vom 11.11. bis zum Aschermittwoch - in manchen Bäckereien auch noch ein bisschen länger.
Auch bei uns gibt es Kreppel. Allerdings nicht die großen, traditionellen. Ich backe lieber die kleinen, knusprigen Quarkbällchen und ich hoffe, sie gehen als Kreppel durch.
Bitteschön, Platz nehmen!
250 g Quark
1 Ei
1 El weiche Butter
2 EL Zitronenzucker, siehe hier
(falls kein Zitronenzucker vorhanden, dann 2 EL Zucker, 1TL Zitronenschale)
alles gut verrühren
250 g Mehl
1/2 TL Backpulver
gut untermischen und zu einem glatten, festen Teig verarbeiten (Bild 1)
Mit dieser Masse kann man 16 kleine Bällchen formen, in die man in die Mitte Brombeer- oder eine andere Marmelade einarbeiten kann (Bild 2)
In einem kleinen Topf ca. 250 g Fett heiß werden lassen, und die Bällchen darin ausbacken.
Achtung sie werden schnell braun. Zwischendrin wenden.
Staubzucker mit einem TL Zimt mischen und über die "Kreppel" sieben.
Schmeckt lecker mit Vanille-Soße.

Immer noch Keimsprossen
Ostern ist aber erst im nächsten Monat. Und da sehen wir uns bestimmt wieder - vielleicht mit vielen bunten Ostereiern.
Als ich noch klein war, trug ich auch immer eine, außer sonntags.
Weil im März wieder die Arbeit auf dem Feld und im Garten begann, war der 1. März "Schürzentag". Junge "Schürzenjäger" schlichen sich von hinten an und zogen den Mädchen die Schürzen-Schleifen auf. Dabei triumphierten sie:
"Erste März, Mädsche binn die Scherz!" Ich weiß noch, dass ich an diesem Tag mehrmals meine Schürze wieder zubinden musste.
Links: das bin ich - Schürzenträgerin anno1960
Bald ist Fassenacht
In wenigen Tagen geht die Fassennacht in die entscheidende Phase. Jetzt haben Umzüge, Maskenbälle und Sitzungen Hochkonjunktur. Und auch der Kreppelkaffee kommt dabei nicht zu kurz.
Ein "Kreppel" ist ein Fettgebäck mit viel Zucker drumherum und einem "Schuß" Gelee innendrin. Kreppel gibt es bei uns vom 11.11. bis zum Aschermittwoch - in manchen Bäckereien auch noch ein bisschen länger.
Auch bei uns gibt es Kreppel. Allerdings nicht die großen, traditionellen. Ich backe lieber die kleinen, knusprigen Quarkbällchen und ich hoffe, sie gehen als Kreppel durch.
Bitteschön, Platz nehmen!
250 g Quark
1 Ei
1 El weiche Butter
2 EL Zitronenzucker, siehe hier
(falls kein Zitronenzucker vorhanden, dann 2 EL Zucker, 1TL Zitronenschale)
alles gut verrühren
250 g Mehl
1/2 TL Backpulver
gut untermischen und zu einem glatten, festen Teig verarbeiten (Bild 1)
Mit dieser Masse kann man 16 kleine Bällchen formen, in die man in die Mitte Brombeer- oder eine andere Marmelade einarbeiten kann (Bild 2)
In einem kleinen Topf ca. 250 g Fett heiß werden lassen, und die Bällchen darin ausbacken.
Achtung sie werden schnell braun. Zwischendrin wenden.
Staubzucker mit einem TL Zimt mischen und über die "Kreppel" sieben.Schmeckt lecker mit Vanille-Soße.

majoRahn's Blume des Monats:
Scharbockskraut - Ranunculus ficaria
Scharbockskraut - Ranunculus ficaria
Diese kleine Blume treibt schon sehr früh ihre glänzenden Blätter aus dem Boden. In Zeiten wo man noch nicht jederzeit frisches Obst oder Gemüse im Geschäft kaufen konnte, war ihr frühzeitiges Grün sehnsüchtig erwartet. Die jungen Blättchen sind Vitamin C-haltig und wurden gegen den gefürchteten Skorbut eingesetzt.
In der Natur wächst die Pflanze gerne auf feuchten, nahrhaften Wiesen oder am Waldrand. Sie wuchert sehr stark. Nicht so jedoch ihre gezüchteten Schwestern, die da heißen:
"Brazen Hussey", sattgelbe Blüten mit dunkelrotem gänzenden Laub
"Dusky Maiden" grüne Blätter mit dunkler Mitte und silbrigen Flecken
"Flore Pleno" hübsche gefüllte Blüten
"Orange" kräftige kupferorange Farbe
"Primrose" hellgelbe Blüten, die immer heller, fast weiß werden.
Noch muss ich auf die kleinen Blüten warten, aber die Blättchen sind schon da.
Heute morgen habe ich draußen im Garten Kräuter und ein paar frische Scharbockskrautblättchen geerntet. Damit habe ich eine köstliche Creme gerührt. Ich habe auch einen passenden Namen für sie gefunden:
Kräuterball
2 Hände voll allererstes Kräutergrün aus Garten und Natur - fein gehackt
200 g Frischkäse - gut abgetropft
100 g Joghurt, 3,5% Fett, gut abgetropft.
Verrühren, mit (Zitronen)-Salz und Pfeffer würzen.
Ein paar Walnüsse (oder Sonnenblumenkerne) ohne Fett rösten und kleinhacken. Kalt werden lassen und zur Creme geben.
Käsefüße
150 g Butter
200 g geriebener Emmenthaler
250 g Mehl, 1/2 Tl Backpulver
100 g Joghurt 3,5%
Salz, Paprika
Eigelb zum Bestreichen.
einen Teig kneten und 5 mm dünn ausrollen. Füße ausstechen und auf einem Blech bei 200° 15 Minuten backen.
Die Creme mit einem Eisportionierer zu einem Ball formen und Käs-Füße drumherum anrichten.
In der Natur wächst die Pflanze gerne auf feuchten, nahrhaften Wiesen oder am Waldrand. Sie wuchert sehr stark. Nicht so jedoch ihre gezüchteten Schwestern, die da heißen:
"Brazen Hussey", sattgelbe Blüten mit dunkelrotem gänzenden Laub
"Dusky Maiden" grüne Blätter mit dunkler Mitte und silbrigen Flecken
"Flore Pleno" hübsche gefüllte Blüten
"Orange" kräftige kupferorange Farbe
"Primrose" hellgelbe Blüten, die immer heller, fast weiß werden.
Noch muss ich auf die kleinen Blüten warten, aber die Blättchen sind schon da.Heute morgen habe ich draußen im Garten Kräuter und ein paar frische Scharbockskrautblättchen geerntet. Damit habe ich eine köstliche Creme gerührt. Ich habe auch einen passenden Namen für sie gefunden:
Kräuterball
2 Hände voll allererstes Kräutergrün aus Garten und Natur - fein gehackt
200 g Frischkäse - gut abgetropft
100 g Joghurt, 3,5% Fett, gut abgetropft.
Verrühren, mit (Zitronen)-Salz und Pfeffer würzen.
Ein paar Walnüsse (oder Sonnenblumenkerne) ohne Fett rösten und kleinhacken. Kalt werden lassen und zur Creme geben.
Käsefüße
150 g Butter
200 g geriebener Emmenthaler
250 g Mehl, 1/2 Tl Backpulver
100 g Joghurt 3,5%
Salz, Paprika
Eigelb zum Bestreichen.
einen Teig kneten und 5 mm dünn ausrollen. Füße ausstechen und auf einem Blech bei 200° 15 Minuten backen.
Die Creme mit einem Eisportionierer zu einem Ball formen und Käs-Füße drumherum anrichten.
In der Reihe "Mittwochs, 18 Uhr in Rheinhessen"
Frühling in Neu-Bamberg
Spaziergang durch das schöne Burgdorf zum Höllberg. Von Austernbänken, blühenden Kuhschellen zum AquaVitis.
Ort: Parkplatz am Rathaus, Im Burggraben, 55546 Neu-Bamberg
Anmeldung nicht erforderlich, Kosten 5 Euro
Ein weiterer Tipp führt wieder nach Frankfurt:
Wie jedes Jahr findet auch in diesem Jahr wieder die Raritätenbörse in Frankfurt statt. Termin: 17. - 20. März - ein Muss für Pflanzenjäger/innen. Näheres findet man hier:
Palmengarten Frankfurt - Garten 2011
Frühling in Neu-Bamberg
Spaziergang durch das schöne Burgdorf zum Höllberg. Von Austernbänken, blühenden Kuhschellen zum AquaVitis.
Ort: Parkplatz am Rathaus, Im Burggraben, 55546 Neu-Bamberg
Anmeldung nicht erforderlich, Kosten 5 Euro
Ein weiterer Tipp führt wieder nach Frankfurt:
Wie jedes Jahr findet auch in diesem Jahr wieder die Raritätenbörse in Frankfurt statt. Termin: 17. - 20. März - ein Muss für Pflanzenjäger/innen. Näheres findet man hier:
Palmengarten Frankfurt - Garten 2011
Immer noch Keimsprossen
Die Kräuter sprießen zwar schon im Garten, aber auf der Fensterbank wachsen sie auch noch: Keimsprossen auf Watte. Mit ihnen kann man eine hübsche vorösterliche Tischdekoration zaubern. Man braucht nur eine leere Eierkiste, von der man den Deckel abtrennt. Dazu halbe aufgeschlagene Eier, Watte, Samen.
Die kleinen Portionen sind ganz schön praktisch. Da wandert das Grün direkt von der Hand in den Mund. Oder aufs Käsebrot. Und auf der Fensterbank in der Küche wartet schon der Nachschub.
Die kleinen Portionen sind ganz schön praktisch. Da wandert das Grün direkt von der Hand in den Mund. Oder aufs Käsebrot. Und auf der Fensterbank in der Küche wartet schon der Nachschub.
Ostern ist aber erst im nächsten Monat. Und da sehen wir uns bestimmt wieder - vielleicht mit vielen bunten Ostereiern.
***
Die Natur liefert den besten Beweis,
dass das Leben weitergeht:
keimend, knospend, wachsend,
vergehend
und wieder erblühend.
Paul Wilson
Die Natur liefert den besten Beweis,
dass das Leben weitergeht:
keimend, knospend, wachsend,
vergehend
und wieder erblühend.
Paul Wilson








