Translate

Mittwoch, 26. Januar 2011

Ein Lichtblick im Januargarten

Kennt ihr das Spiel: Kamera und Kamerafrau im Garten? Ich spiele es manchmal mit den Kindern. Erwachsene haben auch Spaß daran:

Zwei bilden ein Team. Die eine ist die Fotografin, der andere die Kamera. Die "Kamera" macht die Klappe zu (Hände vor die Augen) und läßt sich von der "Kamerafrau" (es geht auch mit einem Kameramann) blind führen. Die Kamerafrau sucht nun eine schöne Stelle (eine Blume, eine Baumrinde usw). Dann stellt sie die "Kamera" ein - und zwar so, dass der Blick der Kamera genau auf das "Objekt" fällt. Nun öffnet die Kamera die Klappe, also die Hände, lässt diese aber noch an den Augen, so als ob man Scheuklappen aufhätte. Die Kamera macht klick und merkt sich das Bild. Beim nächsten Mal werden die Rollen getauscht.

Am liebsten würde ich zur Zeit auch nur noch mit Scheuklappen durch den Garten laufen. Alles ist braun und matschig geworden. Der Rasen ist nicht mehr dicht - überall blitzen braune Stellen heraus und die Vögel haben die leeren Schalen von Erdüssen und Sonnenblumenkerne überallhin verteilt. Die Stauden und das schöne Gras sind vom Schnee platt gewalzt worden - jetzt kann man es nicht mehr schön reden!

Am liebsten gehe ich nun wie eine Kamera mit geschossenem Objektiv durch den Garten. Kein Blick nach rechts - kein Blick nach links!
Nur noch ab und zu öffne ich die Linse und sehe das Wunder:
Helleborus foetidus "Wester flisk"

Die Sorte der stinkenden Nieswurz hat zu blühen angefangen. Dieser Prozeß kann sich noch bis zum April hinziehen. Mein "Objektiv" hat eine 2-jährige Pflanze eingefangen, die ich mir aus der Gärtnerei mitgenommen habe.
Davor besaß ich schonmal welche von der Sorte, aber die sind eingegangen. Helleborus foetidus ist nicht sehr langlebig. Ich schwenke mit der "Kamera" ein Stück nach rechts ... und siehe da, dort wo einmal die Urpflanze stand, sind irgendwann einmal jede Menge winzig kleiner Pflänzchen aufgegangen. Na ja, dachte ich damals, so schön wie die Mama werden sie eh nicht!
Aber schaut selbst: sind sie nicht hübsch geworden?
Einige der winzigen Geschwisterpflänzchen habe ich im September 2009 herausgenommen und gehegt und gepflegt. Dadurch, dass sie mehr Platz hatten, sind sie schneller gewachsen. Und siehe da, nun blühen sie vor ihren Geschwistern. Ist das nicht schön?!
Zoom - beziehungsweise: ich bücke mich:
Die Kamera geht nun in den Vorgarten. Da habe ich eine "normale" stinkende Nieswurz. Mal sehen was diese macht. Dort steht sie geschützt.
Siehe da, viele Blüten sind schon voll aufgeblüht.

Ist das nicht ein Licht-Blick?

Sonntag, 23. Januar 2011

Feuerwehrkuchen

Ich habe heute einen Feuerwehrkuchen gebacken und ihn auf den gemeinsamen Blog von Freundinnen und mir gestellt.
Siehe hier:

Feurwehrkuchen - geht schnell, schmeckt gut
(... und das nicht nur zur Weihnachtszeit).

Montag, 17. Januar 2011

Sonntagsspaziergang - nicht nur am Sonntag


Prost Neujahr, habt ihr euren Christbaum noch?

So begrüßen sich die Menschen in Rheinhessen überlicherweise am 1. Januar. Die meisten bejahen die Frage noch, aber am 7. Januar sieht das schon ganz anders aus und nach dem 15. Januar hat man fast schon vergessen, dass man überhaupt einen hatte.

Nicht schlecht gestaunt hat Frauchen, als sie gestern auf einem Friedhof in Mainz diese Bilder fotografierte:






Die ersten Bäume sind jedoch schon abgeräumt worden. Sie landen mit den Glocken im Container:

Mancherorts ist der Frühling schon eingezogen.




Auf dem Rückweg haben wir Menschen gesehen, die in schwindelnder Höhe ihre Sonntagsarbeit verrichteten.


Schöne Woche wünschen Aicha und Balu.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Semperecke Nr. 19 - Saatgut-Tüten


Seit einigen Tagen hängt wieder ein neuer Kalender an der Wand. Die alten haben ausgedient. Sie sind aber viel zu schade zum Wegwerfen. Deshalb müssen sie sich einer kleinen „OP“ unterziehen...
Mehr siehe hier:
Saatgut-Tüten

Dienstag, 4. Januar 2011

Frankfurt hat was ...


Wenn man gar nichts mehr im Garten tun kann, fährt man in die Großstadt. In meinem Fall ist das Frankfurt.
Im Parkhaus an der Frankfurter Hauptwache finden wir einen Parkplatz.
Frankfurter Hauptwache

Und das ist auch gut so, denn direkt gegenüber dem Personenausgang des Parkhauses befindet sich "Wacker's Kaffee".

Wacker's Kaffee

Also schön ist die Gegend drumherum nicht, aber der Duft von Kaffee ... hmmmmmmm ... der zieht uns direkt in das kleine Café am Kornmarkt Nr. 9. Das ist wahrlich kein Schicki-Micki-Café, sondern ein "Kaffeeladen" pur!

Der Duft der großen weiten Welt, die nette Kaffeeverkäuferin, die winzig kleinen Tischchen und Sitzplätze ... das hat was! Während ich uns schonmal einen Sitzplatz erkämpfe, bestellt uns der, dem ich mich anvertraut habe, an der Bar Kaffee (Selbstbedienung). Beim Schlürfen des köstlichen Getränks, beschließe ich, niemals mehr woanders meinen Kaffee zu trinken.

Überall stehen prall gefüllte Säcke mit Kaffeebohnen aus Brasilien, Afrika und was weiß ich noch woher.
Ich frage die Bedienung, ob ich mir einen leeren Sack kaufen kann.
"Klar doch, kostet 1,50 das Stück!"
8 Säcke habe ich nun mit denen ich mir was Schönes einfallen lasse. Sie duften immer noch.

Aber dann müssen wir weiter. Schließlich wartet "die Zeil" um die Ecke auf uns. Genauer gesagt "My Zeil".

Da kann ich nur sagen: "ohne Worte" ... für mich als "Kind vom Lande" der pure Wahnsinn!!!!
Eine Riesenrolltreppe führt ohne Zwischenstation von unten nach ganz oben - vorbei an vielen kleinen und großen Geschäften und vorbei an einer Achterbahn aus Glas - boach, das hat was!









Zuerst fuhren wir die Rolltreppe ganz nach oben und dann sind wir die Treppen runtergelaufen (man kann natürlich auch eine der vielen "kurzen" Rolltreppen nehmen).
Unten bildete sich vor einem Laden eine Riesenschlange. 2 Bodygards stehen vor dem Eingang und lassen die Leute nur schubweise rein. "Hey", frage ich 2 Mädchen, "was gibt es denn hier?" "So Klamotten!" antworten die beiden und ich glaube gesehen zu haben, dass sie mit den Augen rollten. Eine etwas ältere Dame dahinter klärte mich auf: "Das einzigste Geschäft davon hier in Deutschland! Müssen Sie rein! Ein Erlebnis, hat was!" "Und was sind das für Kleider?" "So'n Surferzeug. Teuer aber in!"
Menno ... warum habe ich nicht mal so eine Geschäftsidee?

Nun ist uns aber nach was profanen zumute und deshalb steuern wir die

Kleinmarkthalle

an. Man gelangt dorthin, wenn man schräg gegenüber von "My Zeile" in die erste Straße rechts abbiegt, Hasengasse 5-7. Ein Riesenbanner mit Hinweis ist über die Straße gespannt. Kann man nicht verfehlen.

Was uns da erwartet, oh Mann, das hat ganz schön viel.


Wir haben inzwischen richtig Hunger!
Jedoch wiederstehen wir all den Köstlichkeiten aus Italien, Giechenland, Türkei, Persien und dem Rest der Welt und reihen uns in die Schlange vor dem Fleischwurststand von "Ilse Klein" ein.

Dort trifft sich die ganze Welt: Yuppis, Obdachlose, Rentner, Banker, Japaner, Hausfrauen und einst sogar Helmut Kohl.
Die Fleischwurst von Frau Klein ist Kult! Die hat was!
Der Mann vor uns in der langen Schlange verrät uns, dass er nun schon seit 18 Jahren jeden Tag zu Ilse geht und sich dort seine Portion Fleischwurst abholt. Respekt!

An einem 10 cm breiten Tischchen (besser Brett) an der Wand müssen wir unsere Errungenschaft zu uns nehmen und ich muss sagen: sie schmeckt wirklich gut! Mit und ohne Knobi!


Zurück, an "My Zeil" vorbei, gehen wir in den Steinweg Nr. 12.

Dort erwartet uns Hubendubel: Bücher ohne Ende ... auf 3 Etagen und 3 Zwischenetagen (oder waren es gar mehr?) ... Bücher wohin das Auge blickt.
Nun ist mein Rest-Winter gerettet. Langeweile gibt's jetzt nicht mehr, auch ohne Garten. Muss sagen, das hat was.

Nachdem wir unsere Päckchen im Auto abgelegt haben, spazieren wir über den Römer und steueren die "Eiserne Brücke" an.

Auf der anderen Seite geht es links ab nach Sachsenhausen zum Dax (zu Fuß dauert das allerdings etwas länger!). Nein, dieser Dax hat nichts mit der Börse zu tun, sondern eher was mit Äppelwoi.
Apfelwein-Dax


Und der Wirt erzählt uns auch gleich, dass es seinen Dax schon viel länger gibt.
Beim Wirt hat man überhaupt das Gefühl, dass man sich schon ewig kennt und natürlich sind wir "perdu"!
Die Speisekarte ist recht urig, da gibt es das, was die Hesse esse, aus em Kochdopp und de Pann:

Auszug aus der Speisekarte:
Rumpsteak - de reine Wahnsinn,
Schnitzel vun de Wutze (Anm. der Autorin:das sind keine Semperviven!),
vom Kalb - des sinn die klaane Küh,
e paar Sache vun de Kaltmamsell,
Für die Langmäulscher, die wo gar kein Hunger habbe,
Gudes vun de Südzugger Susi,
Salade für Körnerfresser unn annere Grüne,
vum Pannegott soiner kreadiv Ader,


Unn vieles mehr und nadierlisch aach was fer de Dorscht!
Oh Mann!!!! Das hatte aber ganz schön was!
Wir bestellen was deftiges.

Am Main entlang geht's dann wieder zurück
über die Eiserne Brück'

zur Hauptwache.
Man darf natürlich nicht auf die Parkhausrechnung schaun (flenn!) Gelohnt hat es sich auf jeden Fall und sicherlich komme ich bald wieder zurück - denn Frankfurt hat noch viel mehr!

An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei meiner Freundin A., die mir die vielen guten Frankfurt-Tipps gab. Ohne sie hätte ich mich in der großen Stadt gefühlt wie eine kleine Landmaus.

Montag, 3. Januar 2011

majoRahn's Kalenderblätter


Ein neues Jahr - eine neue Idee.
Ab sofort gibt es jeden Monate bei majorahn ein neues Kalenderblatt.
Dort findet man Tipps und Termine für den entsprechenden Monat:

... Gedichte ...Pflanzen ... Gedanken ... Termine ... Tipps ... Gärtnern auf der Fensterbank (fensterln) ... Kräuter ... Stauden ... Rezepte ...
"Grünes" rund um Rheinhessen und dem Rest der Welt - erdacht und zusammengetragen von
majoRahn

majorahn's Kalenderblatt im Januar

Ich wünsche allen ein schönes neues Jahr 2011!