Sonntag, 14. November 2010

Der Eibisch, Teil 2 - Die magischen 3 ...

... für Bronchien Hals und Stimmbänder.
Hier nun die Pflanzen und Rezepte aus der Sendung: SWR-Sonntagstour vom 14.11.2010

Den Eibisch - Althea officinalis - habe ich ja schon im letzten Blogbeitrag vorgestellt.
Inzwischen sind die Wurzeln des geernteten Wurzelstocks im warmen Heizungskeller vollständig getrocknet. Nun können sie mit einer Haushaltsschere in größere Stücke geschnitten werden und in Dosen aufbewahrt werden.

Der Eibisch ist eine traditionelles Heilmittel bei Erkältungskrankheiten und ist bis heute noch in den meisten Kräuterhustenbonbons enthalten.

Eibischwurzeln setzt man immer mit kaltem Wasser an und darf höchstens nach dem Absieben etwas erwärmt werden. Ich habe ein Stück Wurzel klein geschnitten
- einmal mit dem Messer quer und mit einer Haushaltsschere in kleine Stücke schneiden -
und in Weißwein ziehen lassen.

Das so gewonnene Elexier ist ein wunderbares Mittel bei Husten und Heiserkeit.

Das Rezept für den Eibischwein
15 g Eibischwurzeln, klein geschnitten in
1/4 l Weißwein (trocken oder lieblich) ansetzten.
24 stunden stehenlassen.
2-3 mal am Tag 0,05l mit einem TL Honig trinken.
Wer keinen Alkohol trinken mag (oder kann), setzt den Eibisch mit Wasser an. Alkohol löst nochmal andere Wirkstoffe aus der Pflanze.

Salbeiwein
Vom Salbei weiß man ja, dass er sehr nützlich bei Erkältungen sein kann. Vor allem hilft Gurgeln mit Salbeitee bei Halsschmerzen.
Eine andere, sehr angenehme Art, Salbei zu genießen, ist das Ansetzten in Rotwein.

Dazu legt man 10 Blätter des Krautes in 1/2l trockenen Rotwein und alles 2-7 Stunden zugedeckt stehen. Danach filtert man die Blätter ab.
Der Wein riecht und schmeckt nun sehr harzig - ein Zeichen, dass die Wirkstoffe des Salbeis in die Flüssigkeit übergegangen sind.
Der Wein ähnelt für mein Empfinden im Geschmack einem Retsina. Wer das mag, kann diesen Kräuterwein sogar als Aperetif reichen. Dieser stimmt auf ein herzhaftes Essen ein und hilft auch noch zu einer guten Verdauung.

Odermennigtee
Odermennig (Agrimonia eupatoria)wird manchmal auch Sängerkraut genannt. Man sammelt das Kraut zur Blütezeit und trocknet es.

Im Winter, wenn man heiser ist, kann man sich einen Tee zubereiten und diesen trinken oder damit gurgeln. Das strafft die Stimmbänder und wirkt wohltuend bei Heiserkeit.

So wird der Tee gemacht:
auf eine normale Teetasse einen Zweig frisches oder 1/2 TL getrocknetes Kraut geben.
Mit heißem (nicht kochendem) Wasser überbrühen und mit 1 TL Honig süßen.

Übrigens: wer die Kräuter nicht im Garten hat, kann sie in der Apotheke kaufen.
Und nochwas: Heilkräuter immer in Maßen genießen. Nie mehr als 2-3 Portionen am Tag und nicht länger als 2-3 Wochen hintereinander.

Gestern dachte ich noch, bei dem schönen Wetter halten meine Kräuter-Vorräte eine Ewigkeit. Zeitweise hatten wir über 20°C im Garten und eitel Sonnenschein.
Das hat sogar eine Schwertlilie nochmal zum Blühen gebracht.

Ich habe ihr mal einen Kalender gebracht um ihr zu zeigen dass sie sich wohl im Datum geirrt hat.

Anscheinend war sie beleidig und hat uns trübes, kühles und nasses Wetter bestellt.
Ich fürchte nun, dass ich die Vorräte nun doch bald brauchen werde!

Hatschi!

Kommentare:

Elke hat gesagt…

Also das mit den Salbeiblättern in Rotwein werde ich mal ausprobieren. Zur Not trink ich ja auch Salbeitee :-(
Lieben Gruß
Elke

Babara hat gesagt…

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, wo so viele wieder mit triefender Nase und Husten die lieben Mitmenschen anstecken, kämen die magischen drei Pflanzen voll zum Zuge. Salbei benutze ich auch zum Gurgeln, aber ich hatte noch nie Salbei in Rotwein (muss ausprobiert werden!). Eibisch kenne ich nur als Inhaltsstoff in Hustenbonbons und die mag ich nicht besonders. Ich finde es toll, wie du immer mal wieder auf altbewährte Rezepte hinweist. Danke für diese Tipps (und für mich neues Wissen!).
Herzliche Grüsse,
Barbara

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