Mittwoch, 13. Januar 2010

Die Erle und der Kranz aus der Winter-Landschaft

Eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch! Sie präsentiert sich mir zur Zeit, wenn ich mit den Hunden spazieren gehe. Sie ist so schön, dass ich sie unbedingt mitnachhause nehmen möchte. Ich schneide ein paar Äste im unteren Bereich ab.
Schilf breche ich bei der nächsten Gelegenheit, denn eine Hand muss immer für die Hunde frei bleiben.
Und dann kann's losgehen.
Material: ein Metallring, Gartenschere, Bindedraht, Schilf und Grau-Erlenzweige - sonst nichts!
Die Erle ist einhäusig, das heißt die weiblichen und männlichen Blüten "wohnen in einem Haus" (bzw. auf einem Baum). Die hübschen braunen weibl. Erlenzapfen stammen noch aus dem letzten Jahr. Sie bilden sich im Frühjahr und sind - wenn sie noch ganz frisch sind - von grüner Farbe. Die reifen Zapfen sind im Winter prall gefüllt mit Samen. Als ich sie unterm Arm mitnachhause nahm, haben sie eine winzigkleine braune "Konfetti-Spur" gelegt.
Die männlichen Kätzchen erscheinen im Winter - plötzlich sind sie da. Erst noch ganz dünn und wenn es warm wird, ziehen sie sich in die Länge, werden dicker und verbreiten ihren feinen Samenstaub.
Die Erle wächst gerne an Flußufern.
Man hat sie bei uns in den 30ger Jahre des letzten Jh. an die Selz gepflanzt. Damals wurde dieser Bach begradigt und die Erlen hatten die Aufgabe, das Ufer zu befestigen.
Das hier ist z.B. so ein Baum. Man sieht den typischen Wuchs: vom Grunde an mehrstämmig und reich verzweigt - eher wie ein Strauch. 10-25 m kann er hoch werden. Dieser Baum auf dem Foto hat allerdings die Grenze seines Alters schon überschritten. Man sagt, diese Gehölze werden kaum älter als 50 Jahre alt.
Ganz typisch sind die braunen Zapfen im Winter - das beste Erkennungszeichen für Anfänger.
Leider hat meine Erle nichts mit dem "Erlkönig" zu tun. Diese Ballade hatte so schön an den Schluss gepasst. Aber das Wort 'Erlkönig' stammt aus dem dänischen und heißt übersetzt: Elfenkönig...
Dafür zeige ich nochmal meinen Kranz an dem Ort, wo er seinen Platz gefunden hat. Dort können dann die Elfen, wenn sie wollen, mit ihrem König nachts ein Tänzchen aufführen ;-)

Kommentare:

herbst-zeitlos hat gesagt…

Wunderschön!
Dein Post erinnern mich daran, dass ich früher (warum eigentlich heute nicht mehr so oft ? ...) nie mit leeren Händen von einem Spaziergang zurückkam. Werde es wieder mehr einführen. Die Erlenzapfen gehörten auch zu meinen Ganzjahres-Favoriten!
LG, Christa

Frauke hat gesagt…

ein wunderschöner Blog ,mit den schlichten Erlen- und Reetzweigen zu einem Kranz geflochten , so sagen wir Norddeutschen zu dem Schilf

auch ich bin immer mit Tüte und kleiner Gartenschere unterwegs, wenn ich mein Rad dabei habe
Frauke

SchneiderHein 2 hat gesagt…

Oh ja, die Erle! Da habe ich im Herbst an einem nahegelegen Wohnblock auch reichlich eingesammelt. Dort stehen diese Bäume zwar nicht so malerisch wie bei Dir am Wegesrand, aber ich bin froh, dass es überhaupt noch etwas Abwechselung in den Siedlungs-Grünflächen gibt!
Unser Schilf im Hochbecken hat der Schnee mitgenommen. Also erfreue ich mich jetzt hier an Deinem Winterkranz und schaue mal, ob ich vielleicht meine Erlenzweige irgendwo in der Garage entdecken kann ...
Liebe Wintergrüße
Silke

Gartendrossel hat gesagt…

ich stöbere gerne in Deinem Garten, viel Interessantes, Schönes, Inspirierendes gibt es bei Dir zu entdecken...
Danke für die schönen Fotos...
Mein nächster Spaziergang in den Hammrich ist schon geplant...Tüte und Schere nicht vergessen!!

Liebe Grüße
Traudi

Akaleia hat gesagt…

Zauberhaft, Astrantia.....aber einfach zu köstlich die Vorstellung der tanzenden Elfen und des Königs....:o))
Ganz liebe Grüße
Birgit

Monika hat gesagt…

Wiedermal ein hubsche Idee. Und ganz toll mit Blick in den Kartoffelkorb.
LG, Monika

Lis hat gesagt…

Wirklich ein schöner Kranz! Zuerst wusste ich nicht was da für eine Rosette in der Mitte zu sehen ist, aber beim letzten Foto hat es dann klick gemacht :-))

LG Lis

Gartenliesel hat gesagt…

Der Kranz sieht ganz bezaubernd aus - vielleicht schaffe ich es ja auch einmal, einen Kranz zu binden. Bis jetzt - schäm - sehe ich mir immer nur die Kränze der "Anderen" an - aber vielleicht im nächsten Sommer, wenn die Hortensien blühen - ganz bestimnmt ;-)! Schönes Wochenende wünscht Gartenliesel

Margit hat gesagt…

Du bist wirklich eine Künstlerin! Ich bin hingerissen von deinem Kranz. Wunderbar, was du aus den Dingen, die die Natur zu jeder Jahreszeit bereit hält, machen kannst.
Liebe Grüße, Margit

seelenruhig hat gesagt…

Ist das aber ein zauberhaft-schöner Kranz!!! Toll!

leibe Grüße von Ellen

Torsdag * 1952 hat gesagt…

Ja das beste Gartencenter ist die Natur und sooooo günstig.

Danke für die Anregung.

Gruss Hartmut

Neuer Gartentraum hat gesagt…

Danke für deinen lieben Besuch und danke für die schönen Ideen, die ich auf deinem Blog finde. Auch der Erlenkranz ist sehr reizvoll und ich überlege, wo es in meiner Umgebung Erlen gibt. Falls ich ihn nacharbeite und fotografiere weiß ich diesmal gleich wer mich inspiriert hat. Es gibt so viele tolle Blogs, dass ich manchmal den Überblick verliere.
LG Anette

Hillside Garden hat gesagt…

Der Kranz ist mal wieder typisch Astrantia - genial! Ich hab ihn schon bewundert, nur kam ich hier nicht rein.

Hast du auch Angst um die Wutze? Bei uns sieht es übel aus.

Al

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