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Donnerstag, 20. August 2009

Über deinen Dächern pfeift der Wind so kalt


Warum denn in die Ferne schweifen ... dachten wir uns und wählten für unsere diesjährige Motorradtour den Westerwald aus.


Es gibt wunderschöne Orte, mit wunderschönen Plätzen und wunderschönen Häusern. Wie z.B. das Rathaus in Montabauer.

Und fast vor jedem dieser schönen Bauwerke findet man Sitzgelegenheiten, wo man sich "erfrischen" kann.

Ich habe nicht die vielen Eisbällchen gezählt und schon gar nicht die Kalorien, die ich auf dieser Reise vertilgt habe - wir hatten ja schließlich Urlaub.
Gewohnt und erholt haben wir uns auf einem schön gelegenen Campingplatz in Diez an der Lahn.


Wen wundert's dass ich unterwegs immer wieder nach Buntem - nach Blühendem Ausschau gehalten habe? Z.B.in einer Staudengärtnerei in Limburg:

oder am hübsch mit Blumen dekorierten, schieferbedeckten Haus irgendwo am Weg ("Bitte halte mal an, ich will grad mal kurz fotografieren ..."

... genauso wie der schöne Blumenladen am Beginn der Fussgängerzone in Nassau ...

... oder den reichlich blühenden "Geranienbaum" in Diez).


Mehrfach haben wir

besucht. Hier ein paar Eindrücke von der hübschen Dom-Stadt an der Lahn:
die Altstadt:

Das Haus der 7 Laster haben wir gesucht. Haben es aber nicht gefunden. Oder doch? Ist es dieses Haus? Zumindest standen ein paar lasterhafte Figuren auf der Hauswand.

Der alte ehrwürdige Dom:

Unten am Fluss:


Ratet doch mal wo diese schönen Aufnahmen gemacht wurden?

Es ist das Bistro der Jugendherberge in Diez - eine wirkliche Alternative zum Campingplatz!
Die Jugendherberge von Diez im neu renoviertem Schloss von Diez - von der Stadt aus gesehen.

Das war's für heute. Aber was ich noch sagen wollte: der Wind pfiff überhaupt nicht kalt. Wir hatten ein paar sehr angenehme Tage im "oh du schönen Westerwald".

Und ab den/die post!

Freitag, 7. August 2009

Ein Sommertag im Kräutergarten

Vielleicht habt ihr schon mal in Monika's Blog: Country living in the city reingeschaut.? Sie besucht alljährlich meinen Lavendelkurs und macht unglaublich schöne Bilder davon. Man findet ihre Lavendelberichte in der Abteilung:
Monika in Rheinhessen

Aber es gibt bei mir nicht nur Lavendel - man findet auch jede Menge Kräuter im Garten. Und um diese geht es bei meinem Kurs:

Ein Sommertag im Kräutergarten

In diesem Jahr waren 14 Frauen dabei. Alle sehr nett, sehr interessiert, gut gelaunt. 2 Teilnehmerinnen haben mir Bilder geschickt und mir erlaubt, diese hier zu veröffentlichen. Herzlichen Dank, Frau He. und Frau Ha. Ich hoffe, euch gefällt meine Auswahl und Zusammenstellung.
Traditionell beginnen wir mit einem Rundgang durch den Garten. Hier werden alle Kräuter vorgestellt, die wir für unsere Kräuterspeisen benötigen. Manchmal kommt man gar nicht mit dem "Stoff" durch, so viele Fragen gibt es zwischendurch und soviel gibt es zu sehen.
Wenn alles besprochen bilden sich kleine Grüppchen und jede Gruppe bekommt ihre Aufgabe. Dann wird geschnippelt, gestampft, gemahlen, gerührt, gebastelt was das Kräuterzeug hält.

Z.B. ein Rezept, das ich mir vom Urlaub in Teneriffa mitgebracht habe:

Grüne Mojo:
1 grüne Paprikaschote schälen, 3-5 Knoblauchzehen zerdrücken, Meersalz, 1 Bund Petersilie (oder Koriander, wenn vorhanden und man ihn gerne isst), grob zerkleinert, 1 TL Kreuzkümmel, 3 EL Weinessig, 6 EL Olivenöl.
Alle Zutaten werden im Mixer püriert.
Dazu isst man traditionell Runzelkartoffeln:
Kleine ungeschälte Kartoffeln mit Wasser bedecken, aufsetzen. 100g grobes Salz auf 500g Kartoffeln hineingeben und kochen bis sie gar sind. Wasser abschütten, die Kartoffeln bei schwacher Hitze kurz Zeit auf dem Herd stehen lassen und immer wieder schütteln. Die Kartoffeln sind gut, wenn sie einen dünnen puderzuckerartigen Salzüberzug haben.

PS: Paprikaschoten schält man, indem man sie im Backofen unter den Grill legt bis die Haut braun wird und Blasen wirft. Dann legt man ein feuchtes Küchenhandtuch darüber, bis die Früchte etwas abgekühlt sind. Nun kann man bequem die haut abziehen.

Mit Samen von verschiedenen Kräuter aus dem Garten wird das köstliche Kräutersalz nach Art von majorahn hergestellt.


Am Ende wird ein Kräuterbuffett aufgebaut. Dieses Mal gab es außerdem noch:


Rheinhessisches Pesto

Blütenbuttervariationen

Ringelblumenbrot

Basilikum-Paprika-Minze Dip

gebratene Zucchini

Panna cotta mit Rosmarin


Und zum Mitnehmen gab es Pizzaöl, Estragonsenf und 1 Tütchen Kräutersalz.

An alle Teilnehmerinnen des Kurses: habt ihr eure Mitbringsel zuhause schon ausprobiert? Oder stehen sie noch im Regal. Ihr wisst ja, wenn alles aufgegessen ist, gibt es gutes Wetter ... und im nächsten Jahr einen neuen Kurs.

Montag, 3. August 2009

Semps des Monats August 2009 - Dr. Fritz Köhlein

Eigentlich könnte der Beitrag auch heißen:

Die Geburt Ihres Sohnes geben bekannt:
Zannalee und 'Plastic'
Na ja, absolut sicher ist man sich beim Vater nicht, aber die dicken Blätter des Sohnes lassen Vermutungen aufkommen.
"Und", so werdet ihr vielleicht fragen, "was ist denn nun dabei herausgekommen?"

Tja, das Ergebnis heißt "Dr. Fritz Köhlein"
und die erfolgreiche Zucht ist im Jahre 2004 Herrn Volkmar Schara gelungen. Er nannte die Pflanze nach dem großen Planzenkenner und Buchautor Herrn Dr. Köhlein. Neben dem Internet ist sein Buch "Freilandsukkulenten" meine wichtigste Lektüre in Sachen Sempervivum und Co.
Herr Dr. Köhlein hat noch viele andere Bücher in Sachen Stauden und Steingarten geschrieben, von denen einige in meiner Gartenbibliothek stehen.

Das Sempervivum Dr. F. Köhlein hat anfangs des Jahres noch keine auffällige Blattfärbung. Erst ab Ende Mai steht es im Mittelpunkt des Sempervivumbeetes: die mittelgroßen, wüchsigen Rosetten haben ein dunkelrotes Zentrum und ockergelbe Blattspitzen. Die Blätter wirken - wie die des vermeintlichen Vaters - plastikartig und dick.
links: Nachkomme 'Dr. Fritz Köhlein',
Mitte der vermeintliche Vater 'Plastik', rechts Mutter 'Zannalee'

Dieses Sempervivum hat sehr vielen Sempervivumfreunden gefallen, sodass die GdS, Fachgruppe Sempervivum, diese Pflanze zum

Sempervivum des Jahres 2009
gekürt hat.

Im August darf 'Dr. F. Köhlein' den Tisch im Sempervivumgarten schmücken.