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Donnerstag, 21. Mai 2009

Irisgarten im Mai

In meinem Garten gibt es eine Iris-Sammlung. Geplant war das nicht - eher Zufall. Zuerst wurde ich in der Gärtnerei fündig. Manchmal habe ich eine schöne Irissorte in einem anderen Garten entdeckt - dann wurde getauscht. Einmal wurde jemand aus dem Internet auf mich aufmerksam auch wir haben getauscht
Und vor 2 Jahren war ich zur rechten Zeit am rechten Ort. Ein Iris-Sichtungsbeet wurde aufgelöst und die Rhizome verteilt. Selbstverständlich habe ich auch die Hand gehoben. Die Pflanzen wurden ohne Namen abgegeben - mir war das egal. Auf den Namen muss ich schon bei einer anderen Pflanzenart höllisch aufpassen.
Die Blütezeit der niedrigen und mittleren Schwertlilie (Iris Barbata Nana und Iris Barbata Media) ist schon vorbei doch zur Zeit stehen die hohen Schwertlilien (Iris Barbata Eliator Typen) in voller Blüte.

Aber nun schaut sie euch einfach mal an.

Die älteste Schwertlilien-Sorte im Garten : zartblauer Dom, dunkellila Hängeblätter. Sie war einmal ein Mitbringsel aus Frankreich:
Weitere Sorten (bei Interesse verrate ich auch die Namen):
Zum Abschluss eine sibirische Schwertlilie, die mir in diesem Jahr besonders viel Freude gemacht hat. Zum ersten Mal hat sie unzählige Blüten angesetzt.

Bald schon wird die Pracht vorüber sein. Aber dann folgen ja noch die orientalischen Typen Und die Steppeniris (Iris orientalis und Iris spuria). Zum Schluss werden nur noch die "Schwerte" an einen herrlichen Wonnemonat erinnern.

Dienstag, 19. Mai 2009

Semps des Monats Mai 2009 - Ein Hoch auf die Väter - Robin

Im Mai stellt sich bei Familie "Semps" wieder reichlich Nachwuchs ein.
Nehmen wir zum Beispiel

"Robin"

Robin ist ein Sempervivum arachnoideum Kultivar (also eine "Spinner"-Züchtung), das 1976 in England entstanden ist.


Der Sempervivumzüchter Volkmar Schara schreibt folgendes zu "Robin":

Zitat:
"Im Frühjahr ist die Pflanze ein wahrer Traum. Die rote Farbe ist perfekt! Dazu kommt die weiße Wolle und ein ganz kleines grünes Herz. Eine der schönsten Spinnwebhauswurz! Eine tolle Pflanze, die in keiner Sammlung fehlen sollte!"
Zitatende

Ja, und das ist nun mein Robin. Klar, "er" hat eine schöne Farbe und auch die Rosettenform sieht sehr hübsch aus. Aber noch mehr gefällt mir, dass sich eine fröhliche Kinderschar um ihn schart. Ich schwöre: vor kurzem sah man noch nichts von dem reichen Kindel-Segen, der schon bald zu einem dichten Sempervivum-Teppich heranwächst.
Robin und Co: mit dem Schlitten auf Vatertagstour, Mai 2009

Mittwoch, 6. Mai 2009

Hühner im Garten

Neulich wollte ich die farnblättrige Pfingstrose (Paeonia smoothii) fotografieren . Sie hat in diesem Jahr besonders viele Blüten angesetzt. Doch da bemerke ich, dass ich nicht alleine im Garten bin: die Hühner sind wieder mal ausgerissen. Sie dürfen das eigentlich nicht, denn sie können trotz mehrmaliger Ermahnung das Scharren nicht lassen. "Wer hat denn schon wieder den Stall offen gelassen???"
Wohin sie nur wollen?
Aha sie gehen schnurstracks zu meiner Pfingsrose, na denn...
Über 50 Blüten hat sie in diesem Jahr angesetzt. Ihr Platz am sonnigen Gehölzerand im Gemüsegarten, scheint ihr sehr gut zu gefallen.Was sieht der Hahn nur?
Ein paar Schritte von der Pfingstrose entfernt befindet sich das Iris-Gräser-Akaleien-Beet.

Die vielen, vielen Akeleien, die sich fast alle selbst ausgesät haben, stehen in voller Blüte.
Und weiter wandert die kleine Hühnerschar entlang der Gemüsebeete in Richtung Süden. Nanu, was duftet denn plötzlich so wahnsinnig gut und so intensiv?
Es ist die wilde, einheimische Berberitze, Berberis vulgaris, auch Sauerdorn genannt. Man sieht sie nur noch selten, denn als Überträger des Getreiderostes machte sie sich unbeliebt und wurde nicht mehr im Gelände angepflanzt. Schade eigentlich, so ein schöner Strauch, der so gut riecht und so toll blüht, sollte wenigstens im Garten einen Platz finden.
Und gleich hinter der Berberitze blüht "Earliana", eine der ersten Tagliliensorten.

Die Hühner laufen weiter zur Schatzkammer ihrer "Herrin", zur Kinderstube der Semperviven.
Hier wachsen und gedeihen rund 250 kleine Dachwurzkinder in voller Sonne.
Der Garten ist hier fast zu Ende, dahinter fängt die Streuobstwiese an und mit ein bisschen Nachdruck macht das Federvieh kehrt, vorbei am Salatbeet ("WEHE! Lasst bloss das Grünzeux in Ruhe!")...
... vorbei an der gamanderblättrigen Spiere (Spirea chamaedryfolia, eine besonders schönblühende Art) ...bis hin zum nächsten Blütenwunder. Seelig betrachte ich mir die zwergwüchsige anemonenblütige Pfingstrose (Paeonia off. Anemonaeflora). Auch sie wird noch weitere Knospen öffnen und sicherlich werde ich sie noch oft besuchen.

Hurtig geht es weiter ...
... vorbei am Staudenhalter, den man ja schon von einem anderen Beitrag kennt (doch jetzt blüht davor eine noch junge Strauchpfingstrose) in Richtung Senkgarten.
... durch das Gebüsch ...
... vorbei am Kräutergarten, wo jetzt der Zierlauch und andere Erlauchten so schön blühen ...
... in den nächsten Gemüsegarten ...

... wo man so schön das Stroh aus dem Erdbeerbeet scharren kann.
"Hab' ich nicht gesagt, das ist verboten !!!!"
Jetzt wird es Zeit, dass die Hühner wieder in ihr Gehege kommen!

Aha die Tür steht ja offen!!! Die schöne Tür, die uns ein junger Mann aus der Nachbarschaft nach einem alten Vorbild geschmiedet hat.
Wäre sie zu gewesen, hätte es aber auch nichts genutzt, denn der Zaun wird gerade erneuert: ein Bauerngartenzaun, das neue Stück aus Dachlatten gefertigt - unbehandelt, damit sich schon im nächsten Jahr eine schöne Patina zeigt.


Inzwischen ist der Zaun fertig und die Hühner werden sobald nicht mehr ausreisen können ... wenn nicht wieder jemand die Tür offen stehen lässt.
Na ja, für ein paar frische Eier aus dem Nest, lasse ich ab und zu das Gescharre durchgehen.

Wer unseren Garten einmal besuchen möchte, hat Gelegenheit dazu an den

Tage der offenen Gärten und Höfe in Rheinhessen
Termin: Samstag und Sonntag, 16. und 17. Mai, jeweils von 10-18 Uhr.

Mehr dazu findet ihr hier: www.offene-gaerten-rheinhessen.de