Samstag, 17. Oktober 2009

Scharf auf Chili - Nr. 1

Chilipaste
und Chiligewürz orientalische Art


Da liegen sie nun. Sehen so harmlos aus, als könnten sie kein Äuglein trüben.
Pah von wegen! Sind höllisch scharf und können nur mit Handschuhen verarbeitet werden. Aber lecker, lecker lecker!
In der Küche bereite ich gerne selbst Gewürzmischungen zu. Garantiert ohne künstliche Geschmacksstoffe! Und manche Zutat wächst sogar bei uns im Garten. Und die Gewürze, die wir nicht selber haben, hole ich aus dem Bio-Laden als ganze(!) Körner oder Früchte.


Z.B. Kardamom
Die eigentliche Frucht liegt in einer grobfaserigen Hülle, die sich nach kurzer Bearbeitung im Mörser löst und die man dann leicht entfernen kann.
Und nun beginnt der sinnliche Teil der Arbeit. Alleine dafür lohnt sich der Aufwand:
Ein exotischer Duft steigt in die Nase und erfüllt bald den ganzen Raum. Er wird noch intensiver, wenn auch die anderen Gewürze dazukommen.
Die Chilis sind inzwischen gewaschen, entkernt und werden mit heißem Wasser übergossen...
... im Mixer zerkleinert und mit den restlichen Zutaten vermischt. Die Küche hat sich nun, wenn man der Nase glauben darf, in einen orientalischen Bazar verwandelt.
Duft und Geschmack werden in Gläser abgefüllt und wenn man sie öffnet, entweichen sie wie ein Geist aus dem Glas.

Die Paste sollte man übrigens im Kühlschrank aufbewahren und sie sollte nach Gebrauch wieder zurückgestellt werden. Ideal ist es, wenn immer ein bisschen Olivenöl über der Masse steht. Das konserviert.

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Chiligewürz nach orientalischer Art
In diesem Sommer gab es so viele Chilis, wie selten zuvor. Die ersten habe ich zu einem Kranz gebunden, der lange den Gartentisch schmückte.
Längst sind die Schoten, die sich im Warmen rot nachfärben, getrocknet und der Kranz hängt nun in der Küche.
Die trockenen Früchte kann man im Mixer mitsamt den Kernen fein mahlen. Daraus lässt sich ein köstliches Pulver herstellen.
Mit dem unermüdlichen Einsatz des Mixers und Mörsers zaubert man schnell ein scharfes aber bekömmliches Gewürz, das nicht nur den eigenen Gaumen verwöhnt ...

sondern jederzeit ein schönes Mitbringsel für Leute ist, die scharf auf Chilis sind.



PS: Wer sich für die Rezepte interessiert, dem maile ich sie gerne zu.

Kommentare:

Aiko macht sich Gedanken hat gesagt…

Hallo liebe Annemarie - ich weiß nicht - warum ich wirklich diesen Wunsch verspüre im nächsten Leben tatsächlich einmal bei Dir vorbeizuschaun um alle diese Geheimnisse kennenzulernen, Dir auf die Finger zu schaun und noch dazu in ein Reich von Düften und Farben bei Dir einzutauchen. Herrliche Erlebnisse, wenigsten hat das Reiseschwein Karla ja den Sprung zu Dir rüber geschafft und was ein Schwein kann - na - das schaffe ich doch auch mal - ob meine Regierung aber mit kommt, dass überlege ich mir dann dreimal, denn Frauchen ist eine Gewürzfanatikerin - alles beschnüffelt sie und kennt dennoch immer noch nicht alle Namen - meistens erzählt sie dem Herrchen auch was vom "Pferd" - also die müsste mal bei Dir Nachhilfe bekommen.
So wird es hoffentlich eines Tages mal sein.
Dir einen schönen - hoffentlich sonnigen Wochenbeginn
Wuff und LG - auch an die Vierpfoten
Aiko

guild-rez hat gesagt…

Hallo Annemarie,
ich kann Dir nachempfinden, Gewürze sollte man, wenn möglich selbst herstellen.
Ich lebe in einer multi-nationalen und multi-Kulturellen Stadt, in der über 200 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen werden.
Es gibt Geschäfte, in denen man fast alle und viele verschiedene Gewürze kaufen kann, die ich später zu Pasten, Oelmischungen und Gewürzsalzen verarbeite. Selbst Curry bereite ich selber zu, die Zutaten stammen vom indischen Laden, beim Italiener gibt's alles für Pizza & Fisch usw.

Beim Chinesen im Markt betritt man eine andere Welt, wenn ich alles glaube, was sie mir erzaehlen, werde ich viel jünger in ganz kurzer Zeit und mein Essen verwandelt sich in die Gewürzsensation für meine Gäste. Von unseren Reisen aus der Karibik bringe ich gern herrrliche getrocknete Mischungen mit. (darf man einfuehren) Ich liebe die wunderbaren Vanilleschoten von St. Martin, auf der französichen Seite, der Duft und Geschmack ist herrlich.
Selbst gemachter Vanillezucker ist soviel schmackhafter im Kuchen;-)

LG Gisela

Karla Kotelett hat gesagt…

Annemarie? Heißt du wirklich so? Da muss ich was verpennt haben.
Übrigens weiß ich schon länger, dass du ein scharfer Feger bist - drum hast du auch all die Peperonis!

Deine Karla

Birgit hat gesagt…

Mir läuft da jetzt direkt das Wasser im Mund zusammen beim Betrachten Deiner scharfen Bilder, liebe Anne. Ich liebe Peperoni, sie können nicht scharf genug sein. Habe ja auch schon welche eingelegt, eingekocht und auch getrocknet für die Mühle. Leider muss ich beim Kochen immer nachwürzen damit für mich, da mein Liebster sie nicht so sehr verträgt mit dem Magen.
Liebe Grüße
Birgit

Naturwanderer hat gesagt…

Da gehen einem ja die Augen über, nicht nur wegen der Tränen. An sowas habe ich mich nun auch noch nicht gewagt. Die Peperoni hattest du alle selber?? Da muß ich doch mal eine Tour zu dir, zusammen mit Aiko, im nächsten Jahr starten, damit wir auch "würzig" werden. Wie wärs Aiko?
Liebe Grüße
von Edith

Barbara hat gesagt…

Liebe Anne, du winkst in deinem Post regelrecht mit der Zauberlampe von Aladin, nur dass ich mir hier auch den Geschmack auf der Zunge wie auch in der Nase sehr gut vorstellen kann.Mmmmh, herrlich! Da ich keine Chilis mehr anpflanze (warum eigentlich nicht?), mir aber meine Schwester aus Italien immer welche mitbringt, wäre ich sehr froh (und dankbar!!), du würdest auch ein paar Rezepte dazu bekanntgeben (vielleicht in einem neuen post?).
Liebe Grüsse, Barbara

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