Montag, 14. September 2009

Fünfkräutersamen-Salz

In meinem Beitrag "Ein Sommertag im Kräutergarten" habe ich von Kräutersalz geschrieben. Auf Wunsch von Monika stelle ich mal meine Kräutersalz-Variante ein:


Fünf-Kräutersamen-Salz nach Art von Majorahn


(unten: Liebstöckelsamen - geerntet und gereinigt)

Im Sommer reifen im Kräuterbeet die Samen heran. Einige sind nicht nur für die Vermehrung von Bedeutung - man kann sie auch für heilsame Tee- oder Kräutermischungen verwenden. Man denke nur an Kümmel oder Fenchel. Beide Kräuter verhelfen zu einer guten Verdauung. Dill-, Koriander- und Liebstöckelsamen tun die gleichen Dienste. Aber als ob das noch nicht genug wäre - diese Samen schmecken zusammen auch noch sehr köstlich. Besonders Koriander- und Liebstöckelsamen haben ein ganz starkes, leckeres Aroma.

Gesammelt werden die Samen wenn sie reif sind, jedoch noch bevor sie ausfallen.
Die Körner werden gereinigt. Das geschieht, wenn man sie mehrfach durch ein grobes Sieb schüttet. Ein bisschen Wind hilft bei der Prozedur - er bläst anhaftenden Staub einfach weg.

Auf dem Bild unten: die gereinigten Samenkörner und das Salz
Das Mischungsverhältnis: je nach Geschmack oder Konzentration 2-3 Teile Salz und 1 Teil Körner. Ich nehme gerne grobes Meersalz dazu.
Jetzt müssen die Körner zerkleinert werden. Ein "normaler" Mixer kann sie nicht fassen und eine Getreidemühle ist auch unbrauchbar, denn der Samen ist sehr ölhaltig. Eine Mohnmühle ist optimal dafür! Zusammen mit ein paar Körnern Salz (die beim Zerquetschen zusätzlich behilflich sind) geht es ins Mühlengehäuse.
Und jetzt kommt der beste Teil der Arbeit: Die zerquetschten Samenkörner verbreiten einen himmlischen Duft ... so unvergleichlich gut!!! Ach - ich wünschte man hätte die Duftader für den Computer schon erfunden ...
Die so vorbereitete Körner kommen nun zusammen mit dem restlichen Salz in einen Mixer und werden fein gemahlen. Eine betörend dufte Arbeit!

Und so sieht das Salz aus:
Und so, wenn es verpackt ist:
Wer sich beeilt, kann sich am Sonntag, 20.September ein Gläschen davon mitnehmen.
Wenn es zum letzten mal in diesem Jahr heißt:
Offener Garten bei Majorahn
(mehr Infos: siehe oben im Terminkalender).

Kommentare:

Monika hat gesagt…

Hallo Astrantia, ganz lieben Dank für das tolle Rezept. Wird wohl dieses Jahr nicht mehr klappen, aber nächstes Jahr wird ausgeblüht.
Und morgen werd ich noch ganz schnell die reduzierte Mohnmühle die ich heut auf die Schnelle bei einem Räumungsverkauf sah, holen.
Hoffe sie ist noch da.
Dieses Jahr hab ich Nonnenhorner-Salz ausprobiert und bin auf das Ergebnis (leider erst im Januar fertig) gespannt
Liebe Grüße Monika

Karla Kotelett hat gesagt…

Das hört sich sehr gut an! Wie schade, dass meine Mama keine Zeit hat, sonst wären wir sicher gekommen. Denn ein Kräutersalz wie dieses haben wir noch nicht!

Karla

vintage-rose Cottage hat gesagt…

Huhuu Anne-super und lieben Dank für das Rezept-gestern hatte ich meinen ersten Lavendelkurs-seh spät aber die Teilnehmer wollten unbedingt da der Rosenkurs und Holunderkurs schon ausgefallen war-ganz liebe Grüsse Belinda und ich hoffewir sehen uns bald mal wieder:O)

Hillside Garden hat gesagt…

Moin,

schad, dass ich nicht dabei sein kann. Da guckste, gell - ich bin noch da, heut gehts aber los. Ich werde stündlich an dich denken, bei all den Herrlichkeiten, die ich seh! Vielleicht gibs ja auch Wuzze!

Al

Margit hat gesagt…

Auch ohne Duftader kommt ein Hauch von Duft beim Anschauen der Bilder hier an. Eine tolle Idee, danke!
Ich bereue es jetzt zutiefst, dass ich in diesem Jahr zu bequem zum Ernten der Samen war...
Liebe Grüße, Margit

Akaleia hat gesagt…

Es hat wirklich einene ganz besonderen Geschmack durch die Koriander und Liebstöckel-Samen - lecker, lecker!
LG
Birgit

Babara hat gesagt…

Ohhhh, ich stelle mir den Duft einfach vor....und ärgere mich, dass ich keine Kräutersamen mehr habe. Ich habe es dafür mit Lavendelzucker probiert, was zwar hübsch aussieht, aber nicht ganz so mein Geschmack ist.
Liebe Grüsse,
Barbara

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