Donnerstag, 28. August 2008

Typisch Rheinhessen! Typisch Rheinhessen?

In Rheinhessen gibt es kaum Wald. Der Boden ist soooo fruchtbar - es wäre die reinste "Verschwendung", hier Wald zu haben.
Rheinhessen hat das größte Weinanbaugebiet in Deutschland. Durchschnittlich gibt es im Jahr 1700 Sonnenstunden und die Niederschlagsmenge beträgt im Jahr ca. 500 ml.
Somit gehört Rheinhessen zu den wärmsten und trockensten Regionen von Deutschland - zu warm und zu trocken für ein Waldgebiet.

Letzten Sonntag habe ich mich mit der ganzen Familie auf den Weg gemacht. Wir wollten mal Natur pur - Wald halt!



Nanu, habt ihr das auch entdeckt? Da war doch was...
Bei näherem Hinschauen findet man in der Nähe der Wurzel ein Gesicht ...

... und noch eins ...




Und mitten drunter sogar ein Schweinchen!

Au weh! Dieser hier wird bald Platzprobleme bekommen!

Und der streckt mir frech die Zunge raus!

Der will mich wohl das Fürchten lehren.

Insgesamt gab es fast 50 Gesichter dieser Art in der "Steckeschlääfer-Klamm" bei Trechtinghausen am Rhein. Es hat richtig Spaß gemacht, sie zu entdecken und sie zu bestaunen.
Auf dem Rückweg - schon fast wieder am Auto - lag hinter einer Wegbiegung plötzlich die Burg Reichenstein - ein wunderbarer Anblick.

Zuhause angekommen wollte ich mal nachsehen, wo wir eigentlich gewesen sind (für was hat man einen Internet-Anschluss).
Und siehe da, Trechtingshausen gehört zu Bingen und ist somit der nördlichste Punkt Rheinhessens.
Morgenbachtal bei Bi.-Trechtingshausen
Soll keiner mehr behaupten, in Rheinhessen gäbe es keinen Wald!

Kommentare:

Bek hat gesagt…

Waren die Figuren herausgeschnitzt? Ich denke, dass muss den Kindern sicher gefallen haben - falls sie sich davon nicht gefuerchtet haben:) Bei uns sieht man oft Masken fuer Baeume zu kaufen, aber die sehen bei weitem nicht so schoen aus, wie du hier zeigst.
LG, Bek

Astrantia im Garten hat gesagt…

Hallo Bek,
die Masken sind vor vielen Jahren in die Bäume geschnitzt worden und zwar an Verletzungen, die bereits im baum waren (z.B. durch Wildverbiss). Sie werden teilweise von der Rinde schon richtig überwuchert.
Die Trechtingshausener scheinen die Masken zu pflegen, denn sie waren allesamt noch in sehr gutem Zustand.
Jedes Jahr wird ein Frühlingsfest bei den Masken veranstelt. Das habe ich zumindest an der Klamm gelesen.
Liebe Grüße

Lis hat gesagt…

Sowas hab ich ja noch nie gesehen, find ich aber echt orginell! Es war ja auch bestimmt nicht einfach die Gesichter alle verschieden aussehen zu lassen, ich könnte das jedenfalls nicht!

LG Lis

Maja hat gesagt…

Ach du Schreck! Da wäre ich sicher sehr erschrocken, weil ich garnicht mit sowas rechnen würde. ;-) Im Dunkeln sind diese Figuren sicher auch nicht gerade ohne. *ggg*
Liebe Grüße,
Maja

Barbara hat gesagt…

Oh das sieht ja echt witzig aus (für kleinere Kinder eventuell auch etwas gruselig, je nach Maske). Da wird ein Spaziergang ja noch mehr zu einer Entdeckungsreise, als er so schon ist. Ich komme ja aus einer Weinbaugegend, aber der Wald war immer auch ganz nahe. Er kam zum Teil bis in den Rebberg...
Einen schönen Sonntag und liebe Grüsse,
Barbara

GRUENZEUX hat gesagt…

Hallo majorahn,
schon wieder eine super interessante Geschichte und eine neue Idee für einen Sonntagsausflug!
Viele Grüße
gruenzeux

ROSA E OLIVIER hat gesagt…

Wer ein Weib hat und nicht weiB,
Da sie ihm tritt aus dem gleis...!?...salut!

Wurzerl hat gesagt…

Liebe Anne,
interessant, ich mußte an unsere berühmten Perchtenläufer im Landkreis denken. Die tragen allerdings ihre schweren, gruseligen Holzmasken im Gesicht. Hier kommen die Menschen zu den Bäumen und besuchen die Masken, das gefällt mir sehr gut. Sicher haben die Kleinen da auch ihren Spaß, wenn plötzlich ein Schweinderl aus dem Baum herauszuschießen scheint.

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